Produktinformationen "Friedrich Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England - Nach eigner Anschauung und authentischen Quellen"
Friedrich Engels 1845 veröffentlichte Untersuchung der Lebensbedingungen der unteren Bevölkerungsschichten im frühkapitalistischen Großbritannien gilt bis heute als Pionierleistung der empirischen Sozialforschung. Ausgehend von eigenen Beobachtungen während eines knapp zweijährigen Aufenthalts in England und gestützt auf eine Vielzahl von wissenschaftlichen Texten, Zeitungsberichten und Statistiken unterzieht der Autor dabei die kapitalistische Produktionsweise einer radikalen Kritik.
Autor:
Friedrich Engels
Erschienen:
19. April 2018
Format:
Taschenbuch
ISBN:
978-3-95455-950-3
Seitenzahl:
232 Seiten
Sprache:
Deutsch
Stichwort:
Klassiker des Marxismus-Leninismus
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Mit seiner 1892 in der endgültigen Fassung veröffentlichten Schrift zur Entwicklungsgeschichte der menschlichen Gesellschaft gilt Friedrich Engels als unmittelbarer Vorläufer der modernen Wirtschafts- und Staatssoziologie. Zunächst betrachtet der Autor die schrittweise Entwicklung von der barbarischen Urgesellschaft bis zur Durchsetzung der Zivilisation in Gestalt des römischen Reichs. In einem zweiten Schritt parallelisiert Engels diesen Prozess dann mit der Entstehung der verschiedenen Familienformen und der daraus hervorgehenden Vorstellung des Privateigentums.
Nach der Niederlage der Revolution von 1848 erinnert Friedrich Engels an die Bauernkriege der Reformationszeit, den »Angelpunkt der deutschen Geschichte«. Keine nüchterne historische Darstellung hatte er dabei im Sinn, sondern eine ermutigende Streitschrift für Zeitgenossen: »Auch das deutsche Volk hat seine revolutionäre Tradition.« Seine glänzend geschriebene Darstellung der Aufstände verbindet sozialgeschichtliche Analysen mit einer packenden Erzählung: Ein literarisches Meisterwerk ist neu zu entdecken.
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Friedrich Engels (1820-1895), Journalist, Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und wichtigster Mitstreiter von Karl Marx, stellte nach dessen Tod 1883 seine eigenen Veröffentlichungen zurück (seine »Dialektik der Natur« blieb Fragment) und gab die Werke des Freundes (etwa den zweiten und dritten Band von »Das Kapital«) heraus.Heinrich Detering, geb. 1959, lehrte deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen. Engels gab er bei Reclam bereits in dem Band »Natur und Gesellschaft« (ISBN 978-3-15-014270-7) heraus.
Das Buch versammelt markante Zitate zum Verhältnis Mensch und Natur, führt mitten hinein in die dialektische Analyse von Geschichte und Gesellschaft und erlaubt die Annäherung an diesen genialen Denker, der sich selbst in den Schatten von Marx stellte - "Ich bin Marxens Adjutant. Das Talent neben dem Genie." Schon vor Marx leistete Engels Bahnbrechendes auf dem Gebiet der Politischen Ökonomie und der Zivilisationskritik. Gemeinsam verfassten sie dann "Das Manifest der Kommunistischen Partei" und standen zeitlebens im engsten wissenschaftlichen Austausch. Nach dem Tod von Marx vollendete Engels nicht nur dessen Hauptwerk, "Das Kapital", sondern verfasste maßgebliche Schriften zur Systematisierung und damit auch Popularisierung ihrer gemeinsam erarbeiteten Gesellschaftstheorie. Mit dem "Anti-Dühring" legte Engels eine erste, "zusammenhängende Darstellung der dialektischen Methode und kommunistischen Weltanschauung" vor, die zu einer der meistgelesenen Schriften des "Marxismus" wurde - Marxismus in Anführungsstrichen als Reminiszenz daran, dass dieser Begriff sich gegen den Willen seiner Schöpfer durchsetzte, die vergebens versuchten, die Bezeichnung "Wissenschaftlicher Sozialismus" zu etablieren. 1894 streckte Engels die Waffen und resümierte: Ohne Marx "wäre die Theorie heute bei weitem nicht das, was sie ist. Sie trägt daher auch mit Recht seinen Namen." Seinen eigenen Beitrag fasste er so bescheiden wie selbstbewusst mit den Worten zusammen: "Ich habe mein Leben lang das getan, wozu ich gemacht war, nämlich zweite Violine spielen, und glaube auch, meine Sache ganz passabel gemacht zu haben." In diese "ganz passable Leistung" gibt diese Zitatenlese Einblick, eine spannende, anregende und lehrreiche Lektüre.
Autorenportrait
Friedrich Engels, als Sohn eines Textilfabrikanten 1820 in Barmen geboren, war schon früh publizistisch tätig, Militärdienst in Berlin, kaufmännische Ausbildung in Manchester; philosophische und ökonomische Studien; Bekanntschaft mit Marx und lebenslange Zusammenarbeit, gemeinsam verfassten sie 1848 das »Kommunistische Manifest«, entwickelten eine materialistische Geschichtsauffassung und die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus. Ab 1850 in Manchester lebend, war Engels zwanzig Jahre als Unternehmer tätig, 1870 Umzug nach London; Sekretär der Internationalen Arbeiterassoziation; nach dem Tod von Marx betreute er den Nachlass und gab neben eigenen Schriften auch den zweiten und dritten Band des »Kapitals« heraus; Engels starb 1895 in London.Johannes Oehme, geboren 1984 in Berlin, studierte Geschichte und Philosophie und arbeitet als Redakteur. In der To-go-Reihe gab er die Bände »Lenin« und »Marx« heraus.
Erstdruck in: Vorwärts (Leipzig), 3.1.1877 - 7.7.1878. Erste Buchausgabe, Leipzig 1878. Der Text folgt der letzten von Engels durchgesehenen und vermehrten Ausgabe, Stuttgart (J.H.W. Dietz) 1894.Neuausgabe mit einer Biographie des Autors.Herausgegeben von Karl-Maria Guth.Berlin 2017.Textgrundlage ist die Ausgabe:Karl Marx, Friedrich Engels: Werke. Herausgegeben vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, 43 Bände, Band 20, Berlin: Dietz-Verlag, 1962.
Neuerscheinung - anläßlich 200 Jahre Friedrich Engels »Dialektik der Natur« – ein grundlegendes Werk des Marxismus-Leninismus, in dem Friedrich Engels eine dialektisch-materialistische Verallgemeinerung der wichtigsten Errungenschaften der Naturwissenschaften in der Mitte des 19. Jahrhunderts gibt. Er entwickelt die materialistische Dialektik weiter und polemisiert gegen die metaphysischen und idealistischen Konzeptionen in der Naturwissenschaft.