GOETHE to go
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Im Ranking der meistzitierten Dichter steht Goethe natürlich ganz vorn. Und doch lohnt es, wieder einmal in den unermesslichen Kosmos seiner Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen. Diese Zitatenlese bietet wohlbekannte und neu gehobene Schätze, unterbreitet Anregendes und Erhellendes zur Kunst, Geschichte, Philosophie, Lebensart, Natur, Liebe und verfolgt auf ihre Art des Dichters Suche nach dem, "was die Welt im Innersten zusammenhält".
| Autor: | Johann Wolfgang von Goethe |
|---|---|
| Erschienen: | 19.03.2018 |
| Format: | Paperback |
| ISBN: | 978-3-355-01862-3 |
| Seitenzahl: | 96 Seiten |
| Sprache: | Deutsch |
| Stichwort: | Gedichte |
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Goethes »Faust« ist das Menschheitsdrama par excellence: Die ungeheuerliche Suche nach dem, was die Welt im Innersten zusammenhält, führt auch den Gelehrtesten an die Grenzen des Verstandes. In »Der Tragödie zweitem Teil« (1832) verdichtet sich diese Suche zum Streben nach dem universellen, unverbrüchlichen Bündnis von Leben und Kunst. Bis heute besticht der »Faust« durch seine fulminante Kraft und Tiefe und seinen Reichtum an Bezügen. Zu Recht gilt die Tragödie als das bedeutendste Werk der deutschen Literatur. Johann Wolfgang Goethe wurde am 28.8.1749 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte Jura in Leipzig und Straßburg; nach der Promotion bereitete er sich in Frankfurt auf den Anwaltsberuf vor. Bereits 1773 und 1774 hatte er großen Erfolg mit seinen Stücken "Götz von Berlichingen" und "Clavigo" sowie mit seinem ersten Roman "Die Leiden des jungen Werther". 1774 machte er auch Bekanntschaft mit dem Herzog Carl August von Weimar, auf dessen Einladung er ein Jahr später nach Weimar zog. Dort wurde er zunächst Legionsrat, dann Staatsrat, Minister und Geheimer Rat. Er unternahm zahlreiche Reisen zum Rhein, in die Schweiz, nach Italien und Böhmen. 1791-1817 war er Direktor des Weimarer Staatstheaters. Goethe beschäftigte sich eingehend mit zahlreichen Wissengebieten, u.a. Botanik, Meteorologie, Anatomie, Mineralogie, Optik. Mit den größten Dichtern, Denkern und Forschern seiner Zeit war er bekannt oder befreundet, u.a. mit Schiller, Humboldt, Schelling; Emerson, Turgenev und Thackeray besuchten ihn. Er starb am 22.3.1832 in Weimar und wurde in der Fürstengruft beigesetzt. Johann Wolfgang Goethe ist nicht nur der größte deutsche Dichter, sondern auch ein universeller Denker, der maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Literatur und Geistesgeschichte ausgeübt hat. Am Beginn seines umfangreichen Werks stand der Irrationalismus und Individualismus des Sturm und Drang: gefühlsbetonte, hymnische Lyrik, Dramen (»Götz«) und der empfindsame »Werther«. Unter dem Eindruck seiner Italienreisen wandte er sich der Klassik zu und schuf formstrenge, harmonische Dichtungen, v.a. über den idealen Menschen und das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft (»Iphigenie«, »Wilhelm Meisters Lehrjahre«). Sein Spätwerk schließlich ist zunehmend von Gedanken über soziale und psychologische Fragen geprägt (»Faust«, »Die Wahlverwandtschaften«).
Sie trotzte den Elementen und schrieb Geschichte 1927 träumt die junge Mercedes Gleitze davon, den Ärmelkanal zu durchschwimmen und damit Geschichte zu schreiben. Als Hans Wilsdorf, der visionäre Gründer von Rolex, von ihrem Vorhaben erfährt, fasst er einen genialen Plan: Die beliebte Schwimmerin soll auf ihrer tollkühnen Rekordstrecke eine wasserdichte Präzisionsuhr, die neue Rolex Oyster, um den Hals tragen. Und obwohl Mercedes Rezension »Wie gewohnt hat das Autorenduo 'Charlotte Jacobi' auch in diesem Roman wieder historisch gut recherchierte Fakten mit einer interessanten und fesselnd geschriebenen Story verwoben.« schreiblust-leselust.de 20250818Charlotte Jacobi ist das Spiegel-Bestseller-Pseudonym der Autoren Eva-Maria Bast und Jørn Precht. Eva-Maria Bast ist Journalistin, Leiterin der Bast Medien GmbH und Autorin zahlreicher Sachbücher, Krimis und zeitgeschichtlicher Romane. Sie erhielt diverse Auszeichnungen, darunter den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kategorie Geschichte. Die Autorin lebt am Bodensee. Jørn Precht ist Professor an der Stuttgarter Hochschule der Medien und mehrfach preisgekrönter Drehbuchautor für Kino- und Fernsehproduktionen. Er hat Sachbücher sowie historische Romane verfasst und 2018 den Literaturpreis Bronzener Homer gewonnen.
Richard Sorge, wegen Spionage für die Sowjetunion 1944 in Tokio gehängt, lebte von 1918 bis 1924 an mehreren Orten zwischen Frankfurt und Kiel. Von traumatischen Kriegserlebnissen geprägt, wirkte er von 1920 bis 1922 als politischer Redakteur der überregional bedeutsamen ›Bergischen Arbeiterstimme‹ in Solingen. Erstmals werden hier seine insgesamt 43 Artikel aus der täglich erscheinenden Zeitung wiedergegeben. Nach seiner Tätigkeit im Bergischen Land arbeitete Sorge bis zu seiner Ausreise nach Moskau 1924 am neu gegründeten Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt am Main. In dieser Zeit war er im thüringischen Geraberg führend an der berühmten Ersten Marxistischen Arbeitswoche des IfS beteiligt. Der Band hebt sich ab von schmähenden Legendenbildungen um einen vermeintlichen »Abenteurer« oder einen »Meisterspion, der trank, hurte und Stalin vergeblich warnte«. Gestützt auf archivarische Quellen und Dokumente, geht Jörg Becker dem Werdegang Sorges nach: eines vielseitigen Intellektuellen, der in einer Zeit von Umbrüchen politische Verhältnisse analysierte, Leitlinien entwarf, aktiv Ideen des Rätekommunismus vertrat und sich nebenbei der Lyrik widmete.Jörg Becker, Prof. Dr., Jg. 1946, lehrte Politikwissenschaft an der Universität Marburg, wohnhaft in Solingen; Gastprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck von 1999 bis 2011.
Ein Fest der Völkerfreundschaft, die Aussicht auf eine Welt von morgen: Die Verheißungen der Fußball-Weltmeisterschaften finden sich etwa in Uruguay 1930 oder Südafrika 2010. Oder sie spiegeln sich auf dem Rasen: Mexiko 1970 und ’86. Doch in die WM-Geschichte hat sich die Dominanz des Nordens eingebrannt. Und der afrikanische Fußball? Nachfahren von Sklaven als Trümpfe Brasiliens, Stars in den Reihen der europäischen ›Mutterländer‹. Die antikoloniale Befreiung erreichte mit dem panafrikanischen Boykott der WM 1966 auch die FIFA. Neben den Turnierverläufen geht der Band politischen Kapriolen nach: Ob 1934 im Italien Mussolinis; 1938 im linksregierten Frankreich, die ›großdeutsche‹ Elf mit Hitlergruß; 1974 Solidaritätsaktionen in Berlin: ›Chile Sí, Junta No‹; oder 1978 im Argentinien einer Militärdiktatur. Mit Ende des Kalten Krieges war auch die FIFA im Goldrausch. Bald mit von der Partie: Katar und Saudi-Arabien. Und die WMs in Nordamerika 1994 und 2026? US-geführte Kriege, dramatischer Rechtsrutsch: Bleibt die Friedensfrage beim ›Völkerfest‹ WM virulent? Ist die massive Ausweitung des Teilnehmerfelds, so sehr kommerzieller Natur, auch Ausdruck einer entstehenden multipolaren Weltordnung?Carlos Gomes, Jg. 1981, Studium der Germanistik sowie der Sozial- und Kulturwissenschaften. Publiziert zu kulturhistorischen Themen. Glenn Jäger, Jg. 1971, Studium der Anglistik und Sozialwissenschaften. Verlagstätigkeit, aktiver Fußballer in der Betriebssport-Liga Bonn.
Das zweite Buch der Bestsellerautorin von »exit RACISM«: Wie wir WIRKLICH rassismuskritisch leben können - Jetzt im Taschenbuch! Wir alle sind rassistisch sozialisiert. Rassismus findet sich in jedem Bereich unseres Lebens, unserer Gesellschaft. Allerdings haben wir nicht gelernt ihn zu erkennen, geschweige denn darüber zu sprechen. Rassismuskritik ist kein Trend und keine Phase. Rassismuskritisch denken und leben ist die Möglichkeit, Gesellschaft aktiv mit- und umzugestalten und eine gerechtere Welt für uns alle zu schaffen. Denn die echte Auseinandersetzung mit Rassismus eröffnet einen neuen Blick auf uns selbst und unsere Mitmenschen. Sie ermöglicht neue Perspektiven und Begegnungen. Sei dabei! Entscheide dich jeden Tag bewusst dafür, das System Rassismus Stück für Stück zu dekonstruieren. Tupoka Ogette ist DIE deutsche Vermittlerin für Rassismuskritik. Ihr Buch gibt dir - konkret und alltagsnah - Anregungen, wie du rassismuskritisch leben lernst. Im Freundeskreis, in der Familie, als Lehrer_in in der Schule, in der Freizeitgestaltung und im Beruf. Tupoka Ogette wurde 1980 in Leipzig als Tochter eines tansanischen Studenten der Landwirtschaft und einer deutschen Mathematikstudentin geboren. Kurz vor der Wende wanderte ihre Mutter mit ihr nach Westberlin aus, wo Ogette bis zu ihrem Abitur lebte. Sie hat einen Magister in Afrikanistik und Deutsch als Fremdsprache von der Universität Leipzig und einen Master in International Business von der Graduate School of Grenoble. Seit 2012 ist Tupoka Ogette bundesweit als Beraterin und Trainerin im Bereich Rassismuskritik tätig. In dieser Funktion leitet sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz Workshops und Fortbildungen, tritt als Speakerin auf, berät Teams und Organisationen. Ihr im März 2017 erschienenes Handbuch »exit RACISM. Rassismuskritisch denken lernen« ist ein SPIEGEL-Bestseller. Im Jahr 2019 wurde Ogette vom Magazin Edition F als eine der 25 einflussreichsten Frauen des Jahres ausgezeichnet. SPIEGEL Online nahm sie als eine von zehn Frauen in den Bildungskanon zum Thema Theorie und Politik auf. 2021 wurde sie von About You zum »Idol of The Year« gewählt. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Künstler und Bildhauer Stephen Lawson, und ihren Kindern in Berlin. Bei Penguin erschienen ihre Bücher »Und jetzt du. Rassismuskritisch leben« und »Tag für Tag aktiv gegen Rassismus«.
Eine wahre Geschichte über Liebe, Mut und Zivilcourage im Zweiten Weltkrieg Magda und André Trocmé gehören zu den beeindruckendsten Persönlichkeiten des französischen Widerstands . Während der deutschen Besatzung Frankreichs wurden sie im kleinen Ort Le Chambon-sur-Lignon zu Hoffnungsträgern für verfolgte Menschen. Gemeinsam mit den Bewohnern der Region retteten sie Tausende Juden vor Deportation und Holocaust - nicht aus Heldentum, sondern weil sie ihrem Gewissen folgten. Dabei begann ihre gemeinsame Geschichte ganz anders: Das französisch-russisch-italienische Paar lernt sich in New York kennen und träumt davon, nach Indien zu reisen, um Mahatma Gandhi zu treffen. Stattdessen führt ihr Weg in die französische Provinz, wo André als Pfarrer und Magda als Lehrerin wirken. Als der Zweite Weltkrieg Frankreich erreicht, werden Glaube, Nächstenliebe und Zivilcourage zu ihrer wichtigsten Antwort auf Gewalt und Unrecht. Hanna Schott erzählt diese wahre Geschichte lebendig, spannend und nahbar. Sie macht sichtbar, wie aus einem kleinen Dorf ein einzigartiger Ort des christlichen Widerstands wurde und wie gewöhnliche Menschen außergewöhnlichen Mut bewiesen. Ein bewegendes Buch über die Rettung Tausender Juden während des Holocaust, den französischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus, gelebten christlichen Glauben und Zivilcourage, eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, Hoffnung, Menschlichkeit und den Mut, dem eigenen Gewissen zu folgen. Ein inspirierendes Sachbuch für alle, die sich für Zeitgeschichte, den Zweiten Weltkrieg, Holocaust-Geschichte, Biografien und beeindruckende Lebensgeschichten interessieren. Hanna Schott lernte Buchhändlerin, studierte dann Musikwissenschaft, Romanistik und Theologie und arbeitete als Verlagslektorin. Heute reist und schreibt sie als Autorin von Büchern und Spielen für Kinder und Erwachsene. Sie lebt in Bonn.
Preisträger »Das politische Buch 2026« der Friedrich-Ebert-StiftungKI und AGI (Artificial General Intelligence), ihr menschenverachtendes Weltbild und unsere Zukunft Warum wird künstliche Intelligenz als Heilsbringer für die größten Probleme der Menschheit gehandelt, obwohl die Industrie auf Ausbeutung und Menschenverachtung beruht? Die öffentliche Spekulation über Erlösung oder Auslöschung durch KI lenkt von den erheblichen gesellschaftlichen Schäden heutiger KI ab. Und sie verdeckt die zunehmend faschistischen Tendenzen, die sich im Zusammenspiel von Tech-Industrie und der neuen Rechten bilden. Der preisgekrönte Essay wurde vollständig überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht.Rezension »Sehr eindrücklich [...]. Wahnsinnig spannend zu lesen, aber auch sehr beängstigend [...].« Deutschlandfunk Kultur »Rainer Mühlhoff blickt hinter die Fassade. [...] Eine kritische Analyse mit klaren Lösungsansätzen.« familie.de »In seiner knappen, meinungsstarken Abhandlung zerlegt Mühlhoff nicht nur die Rhetorik der KI-Propheten, sondern entlarvt auch deren fragwürdige Ideologie.« Falter »Aktuelle Debatten auch hier in Deutschland - etwa über den Einsatz der Überwachungssoftware Palantir - zeigen, wie wichtig Rainer Mühlhoffs mahnende Analyse ist.« Deutschlandfunk Kultur »Rainer Mühlhoff ist einer der interessantesten Denker der deutschen Technikphilosophie.« KNA Rainer Mühlhoff, geb. 1982, Philosoph und Mathematiker, ist Professor für Ethik und kritische Theorien der Künstlichen Intelligenz an der Universität Osnabrück. Er ist außerdem assoziiert am Einstein Center Digital Future, Berlin, und am Weizenbaum-Institut, Berlin. Seine Forschungsthemen umfassen Ethik und Sozialphilosophie, kritische Theorie und Kontinentalphilosophie, Datenschutz und Demokratieresilienz, Wissenschaftsphilosophie und Technikphilosophie in der digitalen Gesellschaft. Neben der theoretischen Arbeit ist Mühlhoff ein gefragter Vortragsredner und Referent. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er Formate für die verantwortungsbewusste Reflexion der Themen KI und Digitalisierung im Schulunterricht, in der Fortbildung für Lehrkräfte und in der Öffentlichkeit.
Charline Effahs Roman - eine Hommage an Frauen und ihre Widerstandsfähigkeit! Nach dem Tod ihres Vaters in Paris entdeckt Minga Briefe ihrer Mutter, von der sie nichts mehr gehört hat, seit diese vor ihrem gewalttätigen Mann geflohen war. Der letzte Brief, der ihren mysteriösen Tod vermeldet, kommt von einer NGO, für die Josephine zuletzt als Krankenschwester in Ostafrika gearbeitet hat. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und die Umstände ihres Todes herauszufinden, beschließt Minga, in den Norden Ugandas in das Geflüchtetenlager Bidi Bidi zu reisen, wohin Menschen – hauptsächlich Frauen – vor dem Bürgerkrieg fliehen. Hier trifft sie Frauen, die alles verloren haben. Minga taucht ein in das Leben dieser Frauen und deren alltäglichen Kampf ums Überleben. Stück für Stück setzt sie die Geschichten von drei Frauen zusammen, deren Wege sich im Camp Bidi Bidi kreuzen. In ihrem Roman erzählt Charline Effah, wie Überlebende von häuslicher und kriegerischer Gewalt versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen, ihre zerbrochenen Träume erneut aufzugreifen und die Liebe neu zu erfinden. Sie liefert einen bewegenden Text über das Leiden von Frauen und den Kämpfen, die auf ihren Körpern ausgetragen werden. Dieser Roman ist wie eine Wiedergutmachung für alle Opfer und eine Ode an die Stärke von Frauen.Rezension: »Die Frauen von Bidi Bidi ist ein eindringlicher Roman, der den Blick dorthin lenkt, wo er normalerweise nicht hingelangt: auf die unmittelbaren Auswirkungen von Kriegen auf Frauen und die Spuren, die sie an ihren Körpern hinterlassen. Charline Effah meistert dieses dichte Thema mit Bravour. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine bemerkenswerte Erzählung von großer Schönheit.« Délibéré1977 in Gabun geboren, lebt Charline Effah heute in Paris, wo sietagsüber als CEO einer Firma arbeitet und die Nächte mit Schreiben verbringt. Für die Recherche reiste sie nach Norduganda, um sich ein Bild von der Realität im zweitgrößten Geflüchtetenlager der Welt zu machen.
Für Frauen hat das 19. Jahrhundert Heim, Herd und Gott vorgesehen. Doch Lina Morgenstern stellt sich schon früh gegen diesen Lebensentwurf. Zu ihrem 18. Geburtstag gründet sie einen Wohltätigkeitsverein und überredet auf ihrer Feier die Geschäftspartner ihres Vaters mit einer spontanen Rede zu großzügigen Spenden. Mit 24 heiratet sie gegen den Willen ihrer Eltern Theodor. Als sein Modegeschäft pleitegeht und die Familie mit fünf Kindern brotlos dasteht, schreibt sie in wenigen Wochen einen Bestseller, während er sich um Haus und Kinder kümmert. Im Preußisch-Österreichischen Krieg gründet Lina mehrere Volksküchen, im Deutsch-Französischen sogar Lazarette – und rettet so tausende Menschenleben. An Zensur und Patriarchat vorbei initiiert sie die erste Zeitung ausschließlich von Frauen für Frauen und den ersten „Internationalen Frauenkongress“ auf deutschem Boden, der politische Wellen schlägt. In zahlreichen Archiven entdeckte Gerhard J. Rekel neue Details und lässt das außergewöhnliche Lebenswerk einer mutigen Unternehmerin und feministischen Wegbereiterin lebendig werden.An Zensur und Patriarchat vorbei initiiert sie die erste Zeitung ausschließlich von Frauen für Frauen und den ersten "Internationalen Frauenkongress" auf deutschem Boden, der politische Wellen schlägt. In zahlreichen Archiven entdeckte Gerhard J. Rekel neue Details und lässt das außergewöhnliche Lebenswerk einer mutigen Unternehmerin und feministischen Wegbereiterin lebendig werden. Rezension Das Buch ist nicht nur eine fesselnde Biografie einer faszinierenden Frau, sondern vermittelt auch höchst interessante Einblicke in die deutsche Frauenbewegung der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Victoria Eglau, Deutschlandfunk Kultur Gerhard J. Rekel wurde 1965 in Graz geboren. Er absolvierte die Filmakademie Wien, für die Komödie "Trauma" erhielt er eine British Academy Nomination, eine Biennale-Einladungsowie den Japanischen Drehbuchpreis. Er verfasste mehrere Drehbücher für den "Tatort" und realisierte als Regisseur Wissenschaftsdokumentationen für ARTE, ZDF und andere Sender. Rekel hat mehrere Romane veröffentlicht, u. a. "Der Duft des Kaffees". Das zuletzt bei K&S erschienene Buch "Monsieur Orient-Express" erhielt den ITB-BookAward 2023 des Deutschen Buch-Börsenvereins und wurde ins Englische, Französische und Niederländische übersetzt.
»Alena Jabarines Stimme ist so klar wie eindringlich.« Eva Menasse Bunte Eiskugeln, süße Säfte, lange laue Nächte mit zirpenden Grillen - eingebettet in die Geborgenheit einer großen Familie. Diese Bilder prägen Alena Jabarines Erinnerungen an die Sommer ihrer Kindheit. Weniger als 20 Kilometer trennen das Haus ihrer Großeltern, das sich im heutigen Israel befindet, vom besetzten palästinensischen Gebiet. Als Kind hatte sie nur eine Ahnung davon, dass eine zunächst unsichtbare Grenze dieses Land in zwei Welten teilt - mit großen Unterschieden, was die Rechte, die Lebenserwartungen und auch den Status in den Augen der Welt angeht. Anfang 2020 zog Jabarine nach Ramallah, um zu verstehen, was »Palästina« bedeutet: für die Menschen auf der einen Seite der Mauer und für die auf der anderen. Und für ihre eigene Identität. In ihrem Buch erzählt sie Geschichten von Menschlichkeit und Lebensfreude, aber auch von Widerstand. Geschichten, die dabei helfen, die Realität in Israel und Palästina zu verstehen. Alena Jabarine, geboren 1985 in Hamburg, ist Deutsch-Palästinenserin mit deutscher und israelischer Staatsbürgerschaft. Sie wuchs in Hamburg auf, studierte Politik und absolvierte ein journalistisches Volontariat beim NDR. Danach arbeitete sie vor allem für öffentlich-rechtliche Formate. Von 2020-2022 lebte sie in Ramallah und war dort für eine Stiftung tätig. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland schrieb sie ein Buch über ihre Zeit in Palästina, Der letzte Himmel.
Ein Tropfen. Zwei Flüsse. Drei Schicksale. Narin ist neun, als die Arbeiten des Dammprojektes der türkischen Regierung in ihrem Dorf beginnen. Ihre Großmutter ist fest entschlossen, ihre Enkelin trotzdem ungestört taufen zu lassen, und bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Bevor sie aufbrechen, besucht Narin das Grab ihrer Ururgroßmutter Leila, um sich zu verabschieden, und fragt sich, ob der neben Leila begrabene, mysteriöse Engländer Arthur Smyth, »König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere«, etwas mit ihrer Geschichte zu tun hat. Wer war dieser Mann von den Ufern der Themse, und wie ist ihr eigener Lebensweg mit dem seinen verwoben? Ein soghafter Roman über verschlungene Schicksale und jahrhundertealte Konflikte. Rezension »Was für eine Sprache, visuell und voller Kraft. Ein kluges, mitreißendes, zärtliches, aber auch brutales Buch über unsere Erinnerung.« Iris Berben, Stern, 29.07.2026 Iris Berben stern 20260729 Elif Shafak, in Straßburg geboren, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Sie schreibt auf Englisch und Türkisch und veröffentlichte bisher 21 Bücher, darunter 13 Romane. Das Flüstern der Feigenbäume stand auf der Shortlist der British Book Awards, des Costa Book Awards, des RSL Ondaatje Prize und des Women's Prize for Fiction. Ihr Werk wurde in 58 Sprachen übersetzt, in vielen Ländern ist sie eine Bestseller-Autorin. Unerhörte Stimmen (2019) schaffte es auf die Shortlist für den Booker Prize und den RSL Ondaatje Prize und wurde Blackwell's Book of the Year. Die vierzig Geheimnisse der Liebe (2013) wurde von der BBC als eine der 100 Novels that Shaped Our World gewählt. Der Architekt des Sultans (2015) wurde für den Lesesaal der Queen ausgewählt. Am Himmel die Flüsse ist ihr neuester Roman. Shafak promovierte in Politikwissenschaften und lehrte an verschiedenen Universitäten in der Türkei, den USA und in Großbritannien, darunter als Ehrenmitglied am St. Anne's College der Universität Oxford. Zudem erhielt sie einen Ehrendoktor in Humane Letters am Bard College. Shafak ist Fellow und Vizepräsidentin der Royal Society of Literature und wurde von der BBC zu einer der 100 inspirierendsten und einflussreichsten Frauen gewählt. Ihre vielbeachteten Aufritte, u.a. zweimal als Rednerin bei TEDGlobal, machten Shafak zum Sprachrohr für Gleichberechtigung sowie für Frauen- und LGBTQ+-Rechte. Sie trägt weltweit zu wichtigen Publikationen bei und wurde mit dem Orden Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet. 2017 wählte Politico sie zu einer der zwölf Personen, »die Ihnen dringend nötige Aufmunterung bringen werden«. Sie war Jurorin zahlreicher Literaturpreise, z.B. des PEN Nabokov-Preises, und Vorsitzende des Wellcome Prize. Shafak erhielt den Halldór Laxness International Literature Prize für ihren Beitrag zur »Erneuerung der Kunst des Geschichtenerzählens«. 2024 wurde sie für »ihr herausragendes Werk, das eine unglaubliche interkulturelle Bandbreite aufweist« mit dem British Academy President's Orden ausgezeichnet. Elif Shafak lebt in London. www.elifshafak.com
In ihrem Roman "Die Waffen nieder" lässt Gräfin Martha Althaus ihr von vier Kriegen und zahlreichen Schicksalsschlägen geprägtes Leben anhand gesammelter Artikel, Briefe und Tagebucheinträge Revue passieren Bertha von Suttner, politische Journalistin, Autorin und Friedensaktivistin, kämpfte zeitlebens für Abrüstung und Frieden, aber auch gegen überholte Konventionen, die Unterdrückung der Frau und Antisemitismus. Sie inspirierte Alfred Nobel, dessen Privatsekretärin sie kurzzeitig war, zur Stiftung des Friedensnobelpreises, den sie 1905 als eine der Ersten auch selbst erhielt.In ihrem Roman "Die Waffen nieder" (erstmalig 1889 veröffentlicht) lässt Gräfin Martha Althaus ihr von vier Kriegen und zahlreichen Schicksalsschlägen geprägtes Leben anhand gesammelter Artikel, Briefe und Tagebucheinträge Revue passieren. Zunächst voll Patriotismus und vom Heldenmut der Soldaten und den schicken Uniformen der Husaren schwärmend, wandelt sich ihre anfängliche Begeisterung schnell in eine tiefe und prinzipielle Abneigung gegen den Krieg, der so viel Leid verursacht. In ihrem Einsatz und Bestreben für ein friedliches Miteinander und gegen den Wahnsinn militärischer Auseinandersetzungen entwickelt Martha immer mehr Eigenständigkeit.Die Waffen nieder von Bertha von Suttner ist ein Roman, wie er aktueller nicht sein könnte.
Ringelnatz lesen heißt, die Welt mit anderen Augen zu sehen. 'Überall ist Wunderland. / Überall ist Leben. / Bei meiner Tante im Strumpfenband. / Wie irgendwo daneben.' Mit Joachim Ringelnatz wird Kleines groß, Banales schön, Trauriges leicht und so vieles ein Stück witziger. Anlass genug für eine tägliche Dosis stärkenden Humors aus dem reichen Füllhorn seines dichterischen Werks – leicht einzunehmen in Form dieser Auswahl seiner besten Gedichte. ______________________________________________________________________________________________ Joachim Ringelnatz, der deutsche Schriftsteller, Kabarettist und Maler wurde 1883 in Wurzen geboren und starb 1934 in Berlin. Bereits 1892 verfasste und illustrierte er sein frühestes erhaltenes Werk: »Die Landpartie der Tiere«. Nach seiner für ihn qualvollen Schulzeit schlug er sich als Seemann und Gelegenheitsarbeiter durch. 1909 verschlug es ihn nach München, wo er in der Künstlerkneipe als Dichter und Satiriker Fuß fasste und bald darauf unter verschiedenen Pseudonymen in der angesehenen satirischen Zeitschrift Simplicissimus veröffentlichte. Er ging zur Marine und zog freiwillig in den Ersten Weltkrieg. 1930 verdingte er sich als reisender Vortragskünstler und trat auf vielen deutschsprachigen Bühnen auf, darunter dem Berliner Kabarett »Schall und Rauch«. Nebenher malte und schrieb er unvermindert. Als die Nazis ihm 1933 Auftrittsverbot erteilten, wurden viele seiner Bücher beschlagnahmt und verbrannt. Dazu erkrankte er an einer Tuberkulose, die bald nach seinem 50. Geburtstag zu seinem Tod führte. Ringelnatz ist vor allem für seine humoristischen Gedichte um die Kunstfigur Kuttel Daddeldu bekannt.
»Die Revolution ist kein Apfel, der vom Baum fällt, wenn er reif ist; man muss machen, dass er fällt.« Bis heute ist Che Guevara die Symbolfigur der kubanischen Revolution und des Rebellenkampfes. Mit Zitaten aus seinen Schriften zur Theorie und Praxis der Befreiungsbewegung, zur Methode des Guerillakampfes, zum Internationalismus sowie sehr persönlichen Aussagen aus seinen Tagebüchern und Reiseberichten werden seine Positionen markiert. ____________________________________________________________________________________________ Ernesto "Che" Guevara Serna, geboren am 14. Juni 1928 in Rosario (Argentinien). Er war Arzt, beteiligte sich als Guerillaführer zusammen mit Fidel Castro Ruz an der Befreiung Kubas von der Batista-Herrschaft, hatte als Präsident der kubanischen Nationalbankund Industrieminister maßgeblichen Anteil an der Umgestaltung Kubas. 1964 ging er in den Kongo und 1965 nach Bolivien, um die Revolution weiterzutragen.
Das Buch versammelt markante Zitate zum Verhältnis Mensch und Natur, führt mitten hinein in die dialektische Analyse von Geschichte und Gesellschaft und erlaubt die Annäherung an diesen genialen Denker, der sich selbst in den Schatten von Marx stellte - "Ich bin Marxens Adjutant. Das Talent neben dem Genie." Schon vor Marx leistete Engels Bahnbrechendes auf dem Gebiet der Politischen Ökonomie und der Zivilisationskritik. Gemeinsam verfassten sie dann "Das Manifest der Kommunistischen Partei" und standen zeitlebens im engsten wissenschaftlichen Austausch. Nach dem Tod von Marx vollendete Engels nicht nur dessen Hauptwerk, "Das Kapital", sondern verfasste maßgebliche Schriften zur Systematisierung und damit auch Popularisierung ihrer gemeinsam erarbeiteten Gesellschaftstheorie. Mit dem "Anti-Dühring" legte Engels eine erste, "zusammenhängende Darstellung der dialektischen Methode und kommunistischen Weltanschauung" vor, die zu einer der meistgelesenen Schriften des "Marxismus" wurde - Marxismus in Anführungsstrichen als Reminiszenz daran, dass dieser Begriff sich gegen den Willen seiner Schöpfer durchsetzte, die vergebens versuchten, die Bezeichnung "Wissenschaftlicher Sozialismus" zu etablieren. 1894 streckte Engels die Waffen und resümierte: Ohne Marx "wäre die Theorie heute bei weitem nicht das, was sie ist. Sie trägt daher auch mit Recht seinen Namen." Seinen eigenen Beitrag fasste er so bescheiden wie selbstbewusst mit den Worten zusammen: "Ich habe mein Leben lang das getan, wozu ich gemacht war, nämlich zweite Violine spielen, und glaube auch, meine Sache ganz passabel gemacht zu haben." In diese "ganz passable Leistung" gibt diese Zitatenlese Einblick, eine spannende, anregende und lehrreiche Lektüre. Autorenportrait Friedrich Engels, als Sohn eines Textilfabrikanten 1820 in Barmen geboren, war schon früh publizistisch tätig, Militärdienst in Berlin, kaufmännische Ausbildung in Manchester; philosophische und ökonomische Studien; Bekanntschaft mit Marx und lebenslange Zusammenarbeit, gemeinsam verfassten sie 1848 das »Kommunistische Manifest«, entwickelten eine materialistische Geschichtsauffassung und die Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus. Ab 1850 in Manchester lebend, war Engels zwanzig Jahre als Unternehmer tätig, 1870 Umzug nach London; Sekretär der Internationalen Arbeiterassoziation; nach dem Tod von Marx betreute er den Nachlass und gab neben eigenen Schriften auch den zweiten und dritten Band des »Kapitals« heraus; Engels starb 1895 in London.Johannes Oehme, geboren 1984 in Berlin, studierte Geschichte und Philosophie und arbeitet als Redakteur. In der To-go-Reihe gab er die Bände »Lenin« und »Marx« heraus.
Das lyrische Werk von Rainer Maria Rilke ist unvergänglich schön. Es altert nicht, erscheint universell und kommt nie aus der Mode. Rilkes Gedichte erobern mühelos jede junge Generation, denn sie verdichten immer aufs Neue Erfahrung und Empfindung, Suche, Ahnung und Erkenntnis. Kaum ein von Poesie infizierter Mensch geht durchs Leben, ohne sich ein Stück des Weges von Rilke begleiten zu lassen. Dazu empfiehlt sich diese Auswahl seiner schönsten Gedichte. ______________________________________________________________________________________________ Rainer Maria Rilke wurde 1875 als Sohn eines Prager Beamten geboren. Nach einer erzwungenen Militärerziehung begann er 1896 in Prag ein Studium der Kunst- und Literaturgeschichte, wechselte dann an die Universitäten von München und Berlin. 1901 heiratete er in Worpswede die Bildhauerin Clara Westhoff, löste die Ehe aber bereits 1902 wieder auf. In den darauffolgenden Jahren bereiste er Italien, Skandinavien und Frankreich. In Paris schloss er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es aber zum Bruch. Es folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen Städten Europas. Nach seinem Entschluss zu einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn es dem Werk galt. Er opferte sein kurzes Leben ganz seiner Kunst. Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen worden, wurde aber seiner kränklichen Konstitution wegen in das Wiener Kriegsarchiv versetzt. 1926 starb Rilke nach langer Krankheit in Val Mont bei Montreux. Rainer Maria Rilke gilt als der bedeutendste und einflussreichste deutsche Dichter der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Bis heute faszinieren Denken und Persönlichkeit der Wortführerin der linken Sozialdemokratie aus den Zeiten des Kaiserreichs, sorgen für kontroverse Diskussionen nicht nur in linken Bewegungen. Antimilitarismus, Internationalismus, Arbeiterrechte, Frauenrechte. Wie sah die Gesellschaft aus, für die Rosa Luxemburg kämpfte? Wie verhält es sich mit Pluralismus und Radikalität? Was hat es auf sich mit der viel zitierten "Freiheit des Andersdenkenden"? Es sind aktuelle Fragen, die mit den ausgewählten Zitaten aus Briefen und Schriften aufs Tapet kommen."Eure Ordnung ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon rasselnd wieder in die Höh richten und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: ich war, ich bin, ich werde sein!" Autorenportrait Rosa Luxemburg, geboren am 5. März 1871 in Zamosc in Polen, am 15. Januar 1919 in Berlin ermordet, war eine Führerin der deutschen Arbeiterbewegung und Mitbegründerin der KPD. Die 'Rote Rosa' stritt an der Seite von Clara Zetkin und Karl Liebknecht vor allem mit ihren polemischen Zeitungsartikeln und Broschüren, ihren flammenden Reden gegen Krieg und Militarismus, für einen klassenbewußten Internationalismus, für den Sozialismus und die Revolution. Personenportrait Franziska Kleiner, 1976 in Leipzig geboren, nach dem Abitur neun Jahre Aufenthalt und Studium in Kanada, lebt als Herausgeberin und Übersetzerin in Berlin.
Wie kein anderer nutzte Tucholsky als Gesellschaftskritiker in der Tradition Heinrich Heines die Satire, wohl wissend, dass "der Satiriker nichts weiter als ein gekränkter Idealist ist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an".Diese Zitatensammlung aus seinen Polemiken, Glossen und Briefen ist bestens geeignet zur Auffrischung einer alten Bekanntschaft oder als Beginn einer neuen Freundschaft mit dem brillanten Denker, polemischen Tausendsassa und poetischen Allroundkünstler. Autorenportrait Kurt Tucholsky, geb. am 9.1.1890 in Berlin, studierte in Berlin und in Genf Jura und promovierte 1915 in Jena. Seit 1913 war er Mitarbeiter der 'Schaubühne' und späteren 'Weltbühne', nach Siegfried Jacobsohns Tod zeitweilig auch ihr Herausgeber. Seit 1929 hielt sich Kurt Tucholsky in Schweden auf, wo er in Hindas am 21.12.1935 aus dem Leben schied.