Befreiung der Frau
Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass die Frau im Kapitalismus besonders unterdrückt wird. Die Masse der werktätigen Frauen sogar doppelt ausgebeutet und unterdrückt. Frauen tragen die Hauptlast der Sorge für die Familie, die Kinder, Hilfe- und Pflegebedürftige. Frauen übernehmen Verantwortung für den Kampf gegen die akute Weltkriegsgefahr und das Ausreifen der globalen Umweltkatastrophe. Frauen wollen vorwärts gehen und nicht in der kapitalistischen Barbarei untergehen.
Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau - Eine Streitschrift
Die Frauen haben insbesondere durch ihre Einbeziehung in die gesellschaftliche Produktion und in verschiedenen gesellschaftlichen Bewegungen ein neues Selbstbewusstsein herausgebildet. Das hat den Kampf um ihre Befreiung wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Mit ihrer Streitschrift leisten die beiden Autoren einen Beitrag zu dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Sie ergreifen dabei konsequent Partei für die Befreiung der Frau in einer von Ausbeutung und Unterdrückung befreiten Gesellschaft.
"Ich war Zeugin der größten Revolution in der Welt"
29 historische Originalfotos auf Bilderdruckpapier, Paperback mit Fadenheftung, Fast 30 Jahre nach der bisher einzigen deutschsprachigen Publikation zu Krupskaja liegt nun endlich eine neue Biografie dieser vielfach unterschätzten Persönlichkeit der Zeitgeschichte vor. Sie zeigt Lenins Frau und Kampfgefährtin als Vorbild für Menschen, die nach einer besseren Welt suchen. In der Rezension der Hallepost.de heißt es: "Die vorliegende Biografie ist das erste deutschsprachige Buch über Lenins Frau und Kampfgefährtin, daß keine Übersetzung ist, sondern unter anderem auf 600 Texten von Krupskaja selbst beruht. Dem Autor Volker Hoffmann ist es gelungen, die relative Breite der Ereignisse in dieser Zeit zu einem Bild Krupskajas als bescheidene Frau, die Großes geleistet hat, zu bündeln. Er beschreibt den Weg der Lehrerin an der Sonntags-Abendschule für Arbeiter, über eine langjährige Redaktionssekretärin einer politischen Zeitung bis hin zur "Schlüsselfigur des sozialistischen Aufbaus", zur "Seele des Volkskommisariats für Bildung". Es entsteht so ein sehr menschlicher und überzeugender Gesamtblick auf Krupskaja, der viele neue Aspekte im Leben und Schaffen einer bemerkenswerten Frau in der Geschichte der russischen Arbeiterbewegung, aber auch in ihre Verdienste um die Entwicklung der dialektischen Erziehungswissenschaft ermöglicht." (Hallepost.de vom 08.April 2013) _______________________________________________________________________________________________________________________________________________ Dr. Volker Hoffmann, Jahrgang 1943, lebte und wirkte als Antifaschist und Sozialist in Berlin. Er war Lehrer und Dozent an der Universität der Künste in Berlin. Neben künstlerischer Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen entfaltete er eine vielseitige Vortragstätigkeit zu Themen aus der Geschichte der Arbeiterbewegung und zum Sozialismus. Seine bisher publizierten Biografien handeln von Menschen im antifaschistischen Widerstand. 2012: „Der unvollendete Widerstand. Elisabeth Pungs, Hanno Günther und die Rütli-Gruppe“ Mit der Krupskaja-Biografie knüpft der Autor an seine frühe Begeisterung für die sozialistische Pädagogik an. Volker Hoffmann starb am 29.01.2025.
Die Falle - heute bin ich stolze Afrikanerin
Die 2. überarbeitete Auflage von "Die Falle - heute bin ich stolze Afrikanerin" von Clariste Soh Moube ist erschienen Heute ist Claristes Buch hoch aktuell. Die Bilder der Flüchtlinge im Mittelmeer erschrecken und empören uns. Welche Hoffnungen sterben dort täglich oder enden in erbärmlichen Flüchtlingslagern? Zehn lange Jahre hat Clariste selbst diesen Weg der trügerischen Hoffnungen beschritten, sie wollte in Europa Karriere machen als Fußballerin und ein besseres Leben finden, ihre Familie unterstützen. Schließlich geht sie den unbequemeren Weg: Sie bleibt in Afrika! Afrika wird nur dann eine lebenswerte Zukunft haben, wenn seine Jugend sich dafür engagiert. Dafür steht Clariste Soh Moube. Mehr Informationen zum Buch in unseren News
Die göttliche Ordnung, 1 DVD
1 DVD, 90 min Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen. In ihrer warmherzigen und bis in die Nebenrollen überzeugend besetzten Komödie lässt Regisseurin Petra Volpe chauvinistische Vorurteile und echte Frauen-Solidarität aufeinander treffen. Dem Film gelang in seinem Heimatland Schweiz ein sensationeller Kinostart, der ihn schon jetzt zu einem der erfolgreichsten Schweizer Filme aller Zeiten macht! Technische Angaben:Deutsch/Schwyzerisch DD 5.1Bildformat: 2.35:1 (16:9)Untertitel: Deutsch
Louise Michel oder: Die Liebe zur Revolution.
Louise Michel (1830-1905) - für die einen »die blutrünstige Wölfin«, für die anderen »die rote Jungfrau« - gilt als Symbolfigur der Pariser Kommune im Frühjahr 1871. Zum ersten Mal in der Geschichte übernahmen Arbeiterinnen und Arbeiter die Macht. Louise Michel organisierte nicht nur die Versorgung der Hungernden und Verwundeten, sie beteiligte sich an den Klub- Debatten und auch am bewaffneten Kampf. Als außereheliches Kind eines Dienstmädchens wurde sie im Geist der Aufklärung von den Großeltern erzogen. Nach der Niederschlagung der Pariser Kommune machte man Louise Michel den Prozess und deportierte sie 1873 in die Strafkolonie Neukaledonien östlich von Australien. Dort erlernte sie die Sprache der Kanak und vermittelte in zwei Schriften deren Mythen und Kultur. 1880 kam die Kommunardin durch eine Amnestie wieder frei. Nach einem triumphalen Empfang in Paris nahm Louise Michel sofort den Kampf für die Revolution wieder auf. Durch zahlreiche Vorträge und ihr Eintreten für die Rechte der Frauen und Arbeiterinnen und Arbeiter wurde sie zu einer der bekanntesten Vertreterinnen des Anarchismus und der revolutionären Arbeiterbewegung. Ihre mutigen Kämpfe gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Frauendiskriminierung, Krieg, Kolonialismus und Rassismus, für eine kindgerechte Erziehung und ein respektvolles Verhältnis zu Natur und Tieren sind weiterhin aktuell.
Mädchen, Frau etc.
In »Mädchen, Frau etc.« verwebt Bernardine Evaristo die Geschichten schwarzer Frauen über ein Jahrhundert zu einem einzigartigen und vielstimmigen Panorama unserer Zeit. Ein beeindruckender Roman über Herkunft und Identität, der daran erinnert, was uns zusammenhält. Die Dramatikerin Amma steht kurz vor dem Durchbruch. In ihrer ersten Inszenierung am Londoner National Theatre setzt sie sich mit ihrer Identität als schwarze, lesbische Frau auseinander. Ihre gute Freundin Shirley hingegen ist nach jahrzehntelanger Arbeit an unterfinanzierten Londoner Schulen ausgebrannt. Carole hat Shirley, ihrer ehemaligen Lehrerin, viel zu verdanken, sie arbeitet inzwischen als erfolgreiche Investmentbankerin. Caroles Mutter Bummi will ebenfalls auf eigenen Füßen stehen und gründet eine Reinigungsfirma. Sie ist in Nigeria in armen Verhältnissen aufgewachsen und hat ihrer Tochter Carole aus guten Gründen einen englischen Vornamen gegeben.Auch wenn die Frauen, ihre Rollen und Lebensgeschichten in Bernardine Evaristos Mädchen, Frau etc. sehr unterschiedlich sind, ihre Entscheidungen, ihre Kämpfe, ihre Fragen stehen niemals nur für sich, sie alle erzählen von dem Wunsch, einen Platz in dieser Welt zu finden. Stimmen zum Buch:»Evaristo hat die Gabe, von ihren Figuren mit Sympathie und Anmut zu erzählen und dabei deren Anspruchshaltung sanft aufs Korn zu nehmen. Der lockere Ton und der Humor geben diesem Roman seinen Auftrieb.«The New York Times»Komplex, scharfsinnig, schmerzhaft, witzig, aufschlussreich und vor allem unterhaltsam.«The Boston Globe»Evaristos Fähigkeit, zwischen den Stimmen, Orten und Stimmungen zu wechseln, erinnert an eine außergewöhnliche Dirigentin und ihr Orchester.«The Paris Review»Bernardine Evaristo gehört zu den Autorinnen, die von jedem gelesen werden sollten, überall.«Elif Shafak»Bernardine Evaristo hat einen halben Booker-Preis bekommen, aber sie verdient den ganzen Ruhm.«The Washington Post»Sprüht vor Vitalität«Financial Times»Der Roman des Jahres.«Washington Review of Books Rezension Stimmen zum Buch:»Evaristo hat die Gabe, von ihren Figuren mit Sympathie und Anmut zu erzählen und dabei deren Anspruchshaltung sanft aufs Korn zu nehmen. Der lockere Ton und der Humor geben diesem Roman seinen Auftrieb.«The New York Times»Komplex, scharfsinnig, schmerzhaft, witzig, aufschlussreich und vor allem unterhaltsam.«The Boston Globe»Evaristos Fähigkeit, zwischen den Stimmen, Orten und Stimmungen zu wechseln, erinnert an eine außergewöhnliche Dirigentin und ihr Orchester.«The Paris Review»Bernardine Evaristo gehört zu den Autorinnen, die von jedem gelesen werden sollten, überall.«Elif Shafak»Bernardine Evaristo hat einen halben Booker-Preis bekommen, aber sie verdient den ganzen Ruhm.«The Washington Post»Sprüht vor Vitalität«Financial Times»Der Roman des Jahres.«Washington Review of Books Autorenportrait Bernardine Evaristo wurde 1959 als viertes von acht Kindern in London geboren. Sie ist Professorin für Kreatives Schreiben an der Brunel University London und stellvertretende Vorsitzende der Royal Society of Literature. Für ihren Roman Mädchen, Frau etc. wurde sie als erste schwarze Schriftstellerin 2019 mit dem Booker-Preis ausgezeichnet.
Mit Mut und List
Im Mai 2020 jährt sich zum 75. Mal die Befreiung von der Terrorherrschaft des deutschen Faschismus. Zu ihr trug der Widerstand von Menschen in ganz Europa bei, darunter zahlreiche Frauen. Oftmals unter Lebensgefahr kämpften sie für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, für internationale Solidarität und ein friedliches Zusammenleben der Völker. Diese Frauen haben zudem die ihnen zugewiesene hergebrachte Geschlechterrolle durchbrochen und ihre Emanzipation gelebt. Erst im Jahr 2019 hat der Deutsche Bundestag beschlossen, den Beitrag von Frauen zum deutschen Widerstand zu würdigen - der mutige Widerstand in anderen europäischen Ländern blieb unerwähnt. In der von Florence Hervé herausgegebenen Anthologie werden hingegen 75 Frauen aus mehr als zwanzig Ländern vorgestellt. Ein breites Team von Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen aus ganz Europa hat dazu beigetragen. Sie vervollständigen das historische Bild vom antifaschistischen Widerstand um die Frauenperspektive und machen zugleich Mut für den Einsatz gegen Neofaschismus, Rechtspopulismus, Fremdenhass, Sexismus und Krieg. Autorenportrait Florence Hervé, Dr. phil., _1944, Autorin, Journalistin, Dozentin. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zum Thema Faschismus und Widerstand; Mitherausgeberin des Taschenkalenders »Wir Frauen«. 2014 sollte sie das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sie verzichtete darauf - mit dem Hinweis auf eine unzureichende Bekämpfung von Neonazismus und Rassismus sowie auf eine ungenügende Anerkennung des antifaschistischen Widerstands.
Esther Bejarano, Erinnerungen: Vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Rap-Band gegen rechts
'Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt, ein ganz großes Glück, ein unheimliches Glück.' Dies sagt eine Frau von sich, deren Eltern und Schwester von den Nationalsozialisten umgebracht wurden; die selbst die unfassliche Grausamkeit des Vernichtungslagers Auschwitz er- und überlebt hat: Esther Bejarano.In ihren Erinnerungen, die hier erstmals in deutscher Fassung vollständig vorliegen, erzählt sie in einer einfachen Sprache, die das Ungeheuerliche umso eindringlicher hervorruft, von der Shoa, von großem Leid und Verlust. Doch enden ihre Aufzeichnungen hier nicht: Sichtbar wird auch ihre Kraft, die es ihr ermöglichte, nach und trotz diesen Erfahrungen weiterzuleben. Nach langem Schweigen ist sie zu einer Kämpferin gegen das Vergessen geworden, die ihre Geschichte an Schulen erzählt und mit den Mitteln der Musik gegen jede Art von Intoleranz angeht.Die Aufzeichnungen werden ergänzt durch ein Gespräch Esther Bejaranos mit der italienischen Journalistin Antonella Romeo.Mit einem Grußwort der Hamburger Kultur-Senatorin Barbara Kisseler und einem Vorwort des Mailänder Historikers Bruno Maida sowie einer freundschaftlichen Anmerkung der Journalistin und Schauspielerin Peggy Parnass.Esther Bejarano ist eine wahrhaft außergewöhnliche Frau, die, nachdem sie lange Zeit geschwiegen hatte, seit mehr als dreißig Jahren gegen das Vergessen angeht: Sie, die Auschwitz überlebt hat, hält Vorträge an Schulen, gibt Konzerte, deren Programm für Toleranz und gegen jede Art von Rassismus, Rechtsradikalismus und Ausgrenzung eintritt; sie ist Vorsitzende des Auschwitz-Komitees, geht auf Demonstrationen.In diesem Buch sind ihre Erinnerungen versammelt: Sie erzählt von der Shoa, von den Konzentrationslagern Auschwitz und Ravensbrück, von ihrer Zeit als Akkordeonistin im Mädchen-Orchester von Auschwitz. Und sie erzählt von der Befreiung, vom Neuanfang in Israel, wo sie ihren Mann kennenlernt, eine Familie gründet, unter schwierigen Bedingungen eine Ausbildung als Sängerin macht und als Musiklehrerin arbeitet; sie schreibt über die Rückkehr nach Deutschland und darüber, wie sie sehr langsam doch ankommt im Land der Täter, Vertrauen fasst, innige Freundschaften schließt.Esther Bejaranos unermüdliches Eintreten gegen das Vergessen ist so vielfältig - das Musizieren gemeinsam mit anderen nimmt dabei eine besonderer Rolle ein -, und es ist Zeugnis ihrer tiefen Lebendigkeit, die auch die traumatischen Erlebnisse nicht töten konnten.Esther Bejarano, wurde am 15. Dezember 1924 in Saarlouis als Esther Loewy geboren. Als Tochter eines Oberkantors verschiedener jüdischer Gemeinden wurde sie 1941 in das Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde/Spree interniert und am 20. April 1943 mit allen anderen Insassen des Arbeitslagers und weiteren über 1.000 jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte Auschwitz als Musikerin im weiblichen Häftlingsorchester, dem sogenannten 'Mädchenorchester von Auschwitz'. Von Auschwitz nach Ravensbrück verbracht, konnte sie auf einem der folgenden Todesmärsche entfliehen.Esther Bejarano ist seit Jahrzehnten im Kampf gegen Alt-Nazis und Rechtsradikalismus aktiv, in öffentlichen Reden, Stellungnahmen, Schulbesuchen und als Mitglied verschiedener Musikgruppen, derzeit mit der antifaschistischen und antirassistischen Rap-Band Microphone Mafia. Sie wurde inzwischen mit zahlreichen Ehrungen bedacht und lebt in Hamburg.Antonella Romeo, 1962 in Turin geboren, ist freie Journalistin und Autorin. Sie hat 17 Jahre in Hamburg gelebt, wo sie u.a. für Die Zeit und für Radio Colonia (WDR) gearbeitet hat. Von ihr ist das Buch La deutsche Vita erschienen (Hoffmann und Campe, 2004 Hamburg - Edizioni SEB 27, 2007 Torino). Sie lebt seit 2007 wieder in Turin. Autorenportrait Antonella Romeo, geboren 1962, Studium der Geschichte in Turin und Journalismus in Mailand, wo sie auch als Redakteurin tätig war. Danach als freie Journalistin für Die Zeit, Spiegel Spezial u. a. Magazine sowie das italienischsprachige Programm "Radio Colonia" des WDR gearbeitet. Die Autorin lebt seit 1990 in Hamburg.
Frauen zwischen Gestern und Morgen - Report nach der Wende
In diesem Buch sagen neunzehn Frauen im Alter von wenig über zwanzig bis über sechzig Jahren ihre Meinung zum jetzigen Leben. Die Betrachtungsweise ist natürlich unterschiedlich, die Wertung des Erlebens verschieden. Jede Frau mußte in der hinter uns liegenden Zeit harte Prüfungen bestehen und kämpft heute wieder um ihre Rechte. Mit anderen ging das Schicksal behutsamer um. Freude und Leid lagen und liegen dicht beieinander. Gerade das macht die Schilderungen vielseitig und interessant. So manche Frau in den neuen Bundesländern wird sich mit den Aussagen identifizieren können. Den Frauen in den alten Bundesländern sollen sie helfen. Vergangenheit und gegenwärtiges Denken der „Ossi-Frauen“ besser zu verstehen. Mögen die Texte aber auch dazu beitragen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam mehr Rechte für Frauen und deren Familien zu erkämpfen.
Die Horbachs
"Die Horbachs" - das ist die Geschichte einer Hattingen Arbeiterfamilie, die sich durch Kaiserreich und Weimarer Republik hindurch, über Faschismus und II.Weltkrieg hinweg und auch im Nachkriegsdeutschland der Besatzungsmächte die Perspektive auf ein besseres Leben für alle Werktätigen kämpferisch bewahrt hat. Aus ihrem persönlichen Erleben heraus gestaltet Luise Dickhut, geboren 1910, vor dem Hintergrund der ersten Hälfte unserers Jahrhunderts die Erringerungen einer werktätigen Frau für die Zukunft ihrer Klasse.
Stich für Stich - Bericht einer Akkordnäherin
Eine Fabrikarbeiterin Helga Mai erzählt ihr persönliches Schicksal, die am Alkohol zerbrochene Ehe, ihre Erfahrungen im Betrieb und ihre Suche nach einer Alternative zu Ausbeutung und Unterdrückung.
Der Traum von Olympia
Ausgezeichnet mit dem Luchs des Jahres 2015. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Kategorie Sachbuch . Dass Reinhard Kleist in der Lage ist, schwierigste historische Themen in einer Graphic Novel umzusetzen, hat er mit "Der Boxer" bewiesen. Jetzt nimmt er ein aktuelles Thema anhand einer wahren Geschichte auf:Die Sprinterin Samia Yusuf Omar vertrat Somalia bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking. In ihrer Heimat wurde sie jedoch von islamistischen Extremisten bedroht, die ablehnen, dass Frauen Sport treiben. In der Hoffnung, an der Olympiade in London teilnehmen zu können, versuchte sie die Flucht nach Europa. Samia Yusuf Omar ertrank 2012 im Alter von 21 Jahren vor der Küste Maltas im Mittelmeer. Rezension "Ein atemloses Abenteuer.", stern, Matthias Schmidt, 05.02.2015 20151104 Autorenportrait Geboren wurde Reinhard Kleist 1970 in der Nähe von Köln. Er studierte Grafik und Design in Münster und zog 1996 nach Berlin, wo er seitdem lebt und sich heute mit den Comic-Zeichnern Fil, Mawil, Andreas Michalke und Naomi Fearn ein Atelier teilt. Er veröffentlichte zahlreiche Comics. Neben seinen Comicarbeiten schuf Reinhard Kleist Illustrationen für Bücher von H.C. Artmann und J.G. Ballard und für Plattencover von Terrorgruppe und Bear Family Records. Darüber hinaus verschönerte er diverse Hausfassaden in Berlin und war als Artdirector für Trickfilme tätig. Reinhard Kleist erhielt für seine Comics bereits mehrere Preise.
Solang die Welt noch schläft
'Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer.Auch für drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds, bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Gegen die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile macht sich das Freundinnentrio mutig auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft. Autorenportrait Petra Durst-Benning, 1965 in Baden-Württemberg geboren, lebt mit ihrem Mann südlich von Stuttgart. Mit ihren historischen Romanen zählt sie zur ersten Garde deutscher Bestsellerautorinnen.
Die heimliche Freiheit
40 Jahre nach seiner Gründung wirkt der diktatorische Gottesstaat in Iran sehr stabil. Die islamistische Ideologie scheint alle Bereiche des Lebens zu prägen. Außenpolitisch setzt Iran seine geostrategischen Interessen in Jemen, Syrien und im Irak durch. Keine Hoffnung auf Veränderung hin zu Frieden und Freiheit?Ulrike Keding macht sich auf die Suche nach dem anderen Iran. Vor allem die Frauen, die sie kennenlernt, geben ihr Hoffnung. Sie gehen mutig und selbstbewusst ihren eigenen Weg und setzen sich von der männlich geprägten Staatsdoktrin ab. Sie repräsentieren eine junge Generation westlich orientierter Iranerinnen und streben nach Freiheit.Ulrike Kedings mitreißende Porträts machen deutlich, dass wir Iran und seine Menschen nicht aufgeben dürfen. Autorenportrait Ulrike Keding, geb. 1963, ist ausgebildete Rundfunk- und Fernsehredakteurin und arbeitet als freie Journalistin. Für ihre Reportagen hat sie häufiger Iran bereist.
Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
Bestsellerautorin Ulrike Schweikert entführt uns in ihrer neuen großen Familiensaga in die 1920er Jahre. Ein Zeit des Glanzes, aber auch eine Zeit, in der Frauen um ihren Platz in der Welt kämpfen mussten. Der Bahnhof Friedrichstraße. Ein Jahrhundertbauwerk. Stolzes Herz einer Stadt auf dem Sprung zur modernen Weltstadt. Als der junge Architekt Robert 1920 den Auftrag bekommt, am Neubau des Bahnhofs und der Planung der ersten U-Bahn-Linie Berlins mitzuarbeiten, ist er überglücklich. Endlich kann er seiner großen Liebe Luise einen Heiratsantrag machen. Doch ihr Glück ist nicht ungetrübt. Seit dem Großen Krieg ist Roberts bester Freund Johannes, mit dem er gemeinsam an der Front kämpfte, verschollen. Johannes war Luises erste Liebe. Als sie glaubte, er sei tot, fand sie Trost bei Robert. Ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit taucht Johannes wieder auf, kriegsversehrt und ohne Hoffnung, Luise eine Zukunft bieten zu können ...Zwei Familien, verbunden durch eine unmögliche Liebe und ein einzigartiges Bauwerk. Ulrike Schweikert erzählt die Geschichte einer großen Liebe und einer Zeit voller Glanz und Schatten. _____________________________________________________________________________________________________________ Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem Romandebüt «Die Tochter des Salzsieders» ist sie eine der bekanntesten deutschen Autorinnen historischer Romane. Beide Bände ihrer Erfolgsreihe «Die Charité» standen in den Top 10 der Bestsellerliste und verkauften sich insgesamt über 200.000-mal. Zuletzt begeisterte die Verfilmung ihrer Jugendbuchserie «Die Erben der Nacht» zahlreiche Zuschauer.
Helenes Versprechen
New York, 1947: Die in die USA emigrierte Kinderärztin Helene Bornstein sieht nach beinahe zehn Jahren ihren Sohn Moritz wieder. Damals hatte sie ihn mit einem Kindertransport aus Frankfurt fortgeschickt. Jetzt ist Moritz seiner Mutter fremd geworden, aber ihr Versprechen hat er nie vergessen. Gelingt es den beiden, wieder zueinander zu finden? Und wird Helene Fuß in New York fassen, obwohl sie die Kinder, die ihr während des Krieges anvertraut worden waren, nicht vergessen kann? Da trifft sie eines Tages Leon, ihre erste Liebe, wieder.Ein bewegender Roman - inspiriert von der wahren Geschichte einer jüdischen Kinderärztin _____________________________________________________________________________________________________________ Beate Rösler, 1968 in Essen geboren, studierte Rechtswissenschaft und romanische Sprachen in Berlin. Sie ist Übersetzerin und arbeitete viele Jahre als Deutschlehrerin am Goethe-Institut in Frankfurt am Main sowie in Neu-Delhi (Indien) und Hanoi (Vietnam). Im Aufbau Taschenbuch sind bisher ihre Romane "Die Reise des Elefantengottes" und "Die Töchter des Roten Flusses" erschienen.
Ein Koffer voller Schönheit
Reisende in Sachen Schönheit:Kristina Engels historischer Roman aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt die Geschichte der ersten deutschen Avon-Beraterin zwischen Wirtschaftswunder und häuslicher Enge.Ende der 50er Jahre ist eine Fernsehtruhe oder gar ein Auto für viele Deutsche noch ein ferner Traum. Umso begehrter sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner machen.Wie sehr sich gerade die Hausfrauen nach ein wenig Luxus und Leichtigkeit sehnen, weiß Anne Jensen genau. Immerhin geht es ihr selbst nicht anders, seit ihr geliebter Mann Benno sich beim Aufbau seines Geschäfts immer weiter von ihr zurückzieht. Was ist aus der großen Liebe geworden, die sie beide alle Prüfungen von Krieg und Nachkriegszeit hat überstehen lassen?Da entdeckt Anne eine Anzeige des amerikanischen Kosmetik-Herstellers Avon: Liebend gerne würde sie als Avon-Beraterin mit Puder und Parfum den Glanz der weiten Welt in deutsche Haushalte bringen. Doch ist sie auch bereit, für diese Freiheit ihre große Liebe aufzugeben?Frauenrechte, Wirtschaftswunder und das mondäne Flair des fernen Amerika: Der historische Roman »Ein Koffer voller Schönheit« ist ein lebendig erzähltes Stück Zeitgeschichte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Rezension "Unterdrückung, Frauenrechte, Wirtschaftswunder. Dieser Roman erzählt Zeitgeschichte.Ich habe ihn verschlungen!" OK! Magazin 20211006 ________________________________________________________________________________________________________________________________ Kristina Engel wurde in Lübeck geboren und wuchs in Hamburg auf. Sie lebte viele Jahre in Lüneburg und arbeitete dort als Lokalredakteurin sowie als Kundenberaterin für eine große Parfümeriekette. Ferien an der Ostsee gehörten lange Zeit zur Familientradition - ebenso wie fröhliche Feste, auf denen mehrere Generationen von Frauen ihre geheimen Schönheitstipps weitergaben. Großmutter Martha schwor auf Melkfett, Mutter Christa badete ihre Hände in Olivenöl.
Hier geht’s lang!: Mit Büchern von Frauen durchs Leben
Es waren Bücher von Frauen, die Elke Heidenreich gepragt haben, von frühester Jugend an. Später machte sie das Reden und Schreiben über Bücher zu ihrem Beruf. Und wurde, wie sie heute ist, durch Bücher: Denn Lektüre und Personlichkeitsentfaltung bedingen einander, das Lesen durchdringt das Leben. Bücher von Frauen gaben ihr das Rüstzeug für alles, was sie heute macht, für die lebenslange Freude an Auseinandersetzungen, schwierigen Lektüren, am immer Weitermachen. Lesen macht glücklich und ist der rote Faden im Leben der Elke Heidenreich. Sie schreibt dieses Buch, um nachzuvollziehen, wie Bücher von Frauen uns zu dem machen, was wir sind, um zu verstehen, was Literatur bedeutet, und um ihren Leserinnen Anregungen zum eigenen Lesen und Leben zu geben. Rezension Heidenreich schreibt sehr intuitiv, gibt sich ihrem Erinnerungsstrom hin und erzählt von ihren literarischen Wegbegleiterinnen von den frühen Mädchenbüchern über Erweckungserlebnisse mit Susan Sontag bis hin zu Ruth Klüger 'Frauen lesen anders'. BÜCHER Magazin 20211124 ____________________________________________________________________________________________________________________________ Elke Heidenreich, geboren 1943, lebt in Köln. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeitete bei Hörfunk und Fernsehen. Zuletzt erschien von ihr der Erzählungsband Männer in Kamelhaarmänteln.
Mit der Wut einer Mutter: Die Geschichte der afrikanischen Erin Brockovich
Als Phyllis Omido 2007 ihren neuen Job in der Verwaltung einer Recyclinganlage für Altbatterien nahe Mombasa antritt, stürzt sie sich mit Eifer in die Arbeit. Doch plötzlich erkrankt ihr kleiner Sohn lebensgefährlich: Der Bleigehalt in seinem Blut ist um das 37-Fache erhöht, das Kind ist hochgradig vergiftet. Als die junge Mutter recherchiert, was ihren Sohn krank gemacht hat, stößt sie auf alarmierende Ergebnisse: Seit ihre Fabrik vor Ort tätig ist, häufen sich massive Gesundheitsbeschwerden bei der Bevölkerung. Kurzerhand kündigt Phyllis ihren Job, pflegt ihr Kind und sammelt Beweise für die lebensbedrohlichen Umweltsünden ihres Arbeitgebers.Unermüdlich warnt sie vor dem bleiverseuchten Grundwasser im Umkreis der Anlage, organisiert Massenproteste und erzwingt unter Gefährdung ihres Lebens die Schließung der Metal Refinery. Als die Regierung die Fabrik erneut öffnet, wendet sich die Alleinerziehende an internationale NGOs und startet ihren Kampf gegen die Bleischmelzen in ganz Kenia. Mit der Wut einer Mutter legt sich Phyllis Omido mit internationalen Unternehmen an und verklagt sogar den kenianischen Staat auf Wiedergutmachung und das Recht auf unversehrte Gesundheit. In ihrem mit Spannung erwarteten Buch erzählt die wohl mutigste Umweltaktivistin Afrikas erstmals ihre ganze Geschichte und zeigt dabei auch globale Zusammenhänge auf: Denn ein Großteil des krank machenden Bleis stammt aus Europa, das in Afrika unter Missachtung geltender Umweltauflagen entsorgt wird. Rezension "Fünf Mal wurde Omido verhaftet, verurteilt aber wurde sie nie. Über ihren Kampf hat sie ein Buch geschrieben, es heißt "Mit der Wut einer Mutter" und erscheint nun auf Deutsch im Europa Verlag." (Süddeutsche Zeitung, 08.09.2019) "Wie sie wurde, was sie ist, erzählt sie in ihrem jetzt im Europa Verlag erschienenen Buch "Mit der Wut einer Mutter"." (Das Erste, ttt, 23.09.2019) "Den Mut von Phyllis Omido, auch die "afrikanische Erin Brockovich" genannt, kann man nur bewundern" (GALA, 02.10.2019) "Phyllis Omidos Buch ist keine klassische Heldinnengeschichte - das ist es auch, was diese Biografie sehr lesenswert macht." (Greenpeace Magazin, 15.10.2019) "Eine Geschichte, die in Zeiten von Umweltzerstörung und Klimawandel Mut macht." (Berliner Zeitung, 18.10.2019) ______________________________________________________________________________________________________________________________________________________ Phyllis Omido, Jahrgang 1978, ist Umweltaktivistin und Gründerin des Zentrums für Gerechtigkeit, Regierungsführung und Umweltschutz (CJGEA) im kenianischen Mombasa. 2015 erhielt sie für ihr Engagement den renommierten Goldman Umweltpreis. 2018 wurde sie von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zum Paris Peace Forum eingeladen. Ihre Gegner schicken Phyllis Omido Todesdrohungen und versuchten mehrfach, ihren Sohn zu entführen. Von der internationalen Presse wird sie als »afrikanische Erin Brockovich« gefeiert. Andrea C. Hoffmann ist Journalistin und veröffentlichte zahlreiche Reportagen aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten sowie afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern. Sie ist Co-Autorin zahlreicher erfolgreicher Bestseller wie "Das Mädchen, das den IS besiegte" (2016), "Die Hölle von innen" (2016) oder "Freiheit für Raif Badawi" (2015).
Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs
100. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 2019. Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert wie jener in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde, da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919, und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Gemordete und Gemordete«, wie Paul Levi es 1929 in seinem berühmten Plädoyer im Prozess um die Hintergründe des Mordes formulierte.Der Fall Luxemburg/Liebknecht war sozusagen der Sündenfall, »in dem Mörder mordeten und wussten, die Gerichte versagen« (Levi). Über Jahre hinweg folgten Verdrehungen, Verdunkelungen, Vorschubleistungen, falsche Verdächtigungen und Selbstbezichtigungen der Tat. Insbesondere der Prozess vor dem Kriegsgericht der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, der die Mörder selbst angehörten, eine Justizposse, machte aus der Tragödie eine Groteske, an der so mancher Sozialdemokrat kräftig mitwirkte. Als in den Zwanzigern das Eingeständnis eines Beteiligten und einige Jahre später mehrere Prozesse erstes Licht ins Dunkel brachten, war auch dies von juristischen Eiertänzen und politischen Rückzugsgefechten begleitet. Und so musste Ossip K. Flechtheim 1948 resigniert konstatieren: »Wie sich im einzelnen die politische, moralische oder juristische Verantwortung auf die verschiedenen Richtungen verteilte, wird wohl eindeutig nie mehr festgestellt werden können.«Doch dann meldete sich, 1959 erst im kleinen Kreis und 1962 öffentlich, mit Waldemar Pabst einer der Verantwortlichen zu Wort, plauderte aus dem Nähkästchen und erntete wütende Proteste wegen der Dreistheit seines Geständnisses. Als dann 1966 Joseph Wulf die verloren geglaubten Akten des Kriegsgerichts der GKSD und weitere Akten der Staatsanwaltschaft aus den Jahren 1921 bis 1925 entdeckte, konnte, wenn auch gegen Widerstände, die Tat aufgeklärt werden als das, was sie war: brutaler Mord. Klaus Gietingers Realkrimi über die Ermordung Rosa Luxemburgs ist das spannend zu lesende und reich illustrierte Standardwerk, das die Hintergründe der Tat erklärt, Täter und Drahtzieher vorstellt und deren Karrieren bis zu ihrem Ableben verfolgt. _____________________________________________________________________________________________________________________________ Klaus Gietinger, geb. 1955, ist Sozialwissenschaftler, Drehbuchautor und Regisseur. Er schrieb und inszenierte diverse Tatorte. Bei Nautilus erschienen »Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs (2009, Neuausgabe 2018), »Der Konterrevolutionär. Waldemar Pabst - eine deutsche Karriere« (2009) und »November 1918. Der verpasste Frühling des 20. Jahrhunderts« (2018). Klaus Gietinger lebt in Saarbrücken.
Zwei alte Frauen: eine Legende von Verrat und Tapferkeit
Ein Nomadenstamm im hohen Norden von Alaska: Während eines bitterkalten Winters kommt es zu einer gefährlichen Hungersnot. Wie das alte Stammesgesetz es vorschreibt, beschließt der Häuptling, die beiden ältesten Frauen als »unnütze Esser« zurückzulassen, um den Stamm zu retten. Doch in der Einsamkeit der eisigen Wildnis geschieht das Unglaubliche: Die beiden alten Indianerfrauen geben nicht auf, sondern besinnen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten, die sie längst vergessen geglaubt hatten ... _______________________________________________________________________________________________________________________________ Velma Wallis, geboren 1960 als eines von dreizehn Kindern in Fort Yukon/Alaska, wurde in den traditionellen Werten ihres Volkes, der Athabasken, erzogen. Nach dem Besuch der Highschool zog sie in eine Trapperhütte und lernte, vom Fischen, Jagen und Fallenstellen zu leben. Heute wohnt Velma Wallis mit ihrer Familie wieder in Fort Yukon. Sie ist die Autorin des Bestsellers »Zwei alte Frauen«, der mit dem Western States Book Award ausgezeichnet und seit seinem Erscheinen in siebzehn Sprachen übersetzt sowie millionenfach verkauft wurde.
Bei euch ist es immer so unheimlich still: Roman
Es gibt mehrere Arten, eine Geschichte zu erzählen. Aber nur eine, die alles verändert. Ildingen, 1950er Jahre. Evelyn Borowski hat alles, was sie sich je erträumt hat: Ein Eigenheim mit Garten, einen fürsorglichen Mann und das lang erwartete Töchterchen Silvia. Trotzdem ist sie nicht glücklich: Sie vermisst ihren Beruf als Ärztin und fühlt sich fremd und allein in dieser süddeutschen Kleinstadt. Betti, Ihre Freundin und Schwägerin, ist unverheiratet und kümmert sich deshalb um die Eltern. Mit losem Mundwerk und rasantem Fahrstil sorgt sie für reichlich Ärger. Ein außergewöhnlicher Familienroman, der einen Bogen von der Nachkriegszeit bis zur Wende spannt. 1989, in Berlin liegt Aufbruch in der Luft. Silvia Borowski aber macht einen Schritt zurück. In einem geklauten Polo fährt sie Hals über Kopf Richtung Süden. Neben ihr die erst wenige Wochen alte Tochter Hannah. Was erwartet sie in ihrem Heimatort, aus dem Silvia vor vielen Jahren überstürzt geflohen ist? Ist sie stark genug, sich der Vergangenheit zu stellen? Eine berührende Mutter-Tochter-Geschichte, die von der Last jahrzehntelangen Schweigens erzählt, und von dem Mut, es zu brechen. „Auf dem IIldinger Friedhof hinter der gotischen Kirche aus hellem Sandstein ging Silvia die sauber geharkten Kiesreihen ab. Am Familiengrab der Borowskis setzte ihr Herzschlag einen Moment aus, als ihr auffiel, dass ein Stein fehlte. Ein Stein, der eine Frage beantwortet hätte, die sie nie gestellt hatte, weil sie sicher war, die Antwort zu kennen. Es gab keinen Stein für Tante Betti.« Wer Alena Schröder liest, begreift, nicht nur Aufbruch kostet Mut, sondern auch Heimkehr. Jetzt erzählt die Autorin, was in ihrem gefeierten Bestsellerroman „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ im Dunklen blieb. »Alena Schröder hat eine dichte, emotionale Geschichte gewoben, genauso spannend wie zum Nachdenken anregend.« Donna »Ein Starker Familienroman, in dem es auch darum geht, wie Frauen aller Generationen mit dem Muttersein hadern.« Freundin »Atmosphärisch dicht, die Rückblenden so mitreißend wie Babylon Berlin.« flow »Hoppla, Alena Schröder ist eine echte Entdeckung.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch Rezension: Es hat mich mit Macht hineingezogen in eine Mutter-Tochter-Frauen-und-Familien-Geschichte, aus der man nach 318 Seiten mit dem verträumten Gefühl wieder zu sich kommt, man habe eine Zeitreise gemacht. Christine Westermann Stern 20230817 ________________________________________________________________________________________________________________________ Alena Schröder, geboren 1979, arbeitet als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie hat Geschichte, Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik in Berlin und San Diego studiert und die Henri-Nannen-Schule besucht. Nach einigen Jahren in der 'Brigitte'-Redaktion arbeitet sie heute frei u.a. als 'Brigitte'-Kolumnistin. Gemeinsam mit Till Raether spricht sie in ihrem Podcast »sexy und bodenständig« über das Schreiben.
Frauenbewegungen in der Türkei: Eine historische und intersektionale Perspektive
Frauenbewegungen in der Türkei haben eine lange und starke Geschichte, insbesondere seit 1986, als die erste feministische Kampagne gegen Gewalt an Frauen in der Türkei stattfand. Die verschiedenen türkischen Frauenbewegungen sind regional, ethnisch, religiös, ideologisch, klassen- und geschlechtsspezifisch vielschichtig. Obwohl das Thema nicht neu ist, gilt es, die Herausforderungen, denen sich die Frauenbewegungen in der gegenwärtigen autoritär-neoliberalen Phase der Türkei gegenübersehen, zu beleuchten. Von der Frauenbewegung und den LGBTQ_-Aktivist_innen geht nach wie vor fast der einzige Widerstand gegen das aktuelle politische System in der Türkei aus. In diesem Buch beleuchten türkische Wissenschaftlerinnen, Anwältinnen und wichtige Aktivistinnen die historischen Fakten der Frauenbewegung in der Türkei, die Vielfalt der feministischen Bewegungen insgesamt sowie die derzeitige politische Situation. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Entwicklungen der 2000er Jahre, auf Widerstandspraktiken und auf der Intersektionalität der Bewegungen. »Frauenbewegungen in der Türkei« leistet daher einen Beitrag zum Verständnis, zum Austausch und für das Empowerment von Frauen in der Türkei. _____________________________________________________________________________________________________________________________ Iclal Ayse Küçükkirca ist feministische Aktivistin und Wissenschaftlerin. Sie schloss 2011 ihre Promotion im Sozial-, Politik-, Ethik- und Rechtsphilosophieprogramm an der Binghamton University, New York, ab. Zu ihren Interessensgebieten gehören Gender-/Sexualitätsstudien sowie feministische politische Philosophie. 2017 erhielt sie den Sirin Tekeli Research Encouragement Award für ihre Forschung mit dem Titel Women's/Feminist Movements in Turkey.Handan Çaglayan ist Aktivistin, Menschenrechtsverteidigerin und Akademikerin. Sie studierte Sozialpolitik und Politikwissenschaft an der Fakultät für Politikwissenschaft der Universität Ankara. An derselben Fakultät wurde sie 2006 promoviert. Sie arbeitet unter anderem zu den Themen politische Partizipation von Frauen, kurdische Frauenbewegung, Gewalt gegen Frauen und Zwangsmigration.
Die Heilerin vom Rhein: Hildegard von Bingen – In der Naturheilkunde fand sie ihre Berufung, den Men
Die Geschichte der ersten deutschen Heilerin: Hildegard von Bingen Diözese Mainz, 12. Jahrhundert: Im Garten des Klosters Disibodenberg gedeihen unter Fürsorge der Nonne Hildegard allerlei Heilpflanzen. Sie forscht an diversen Mitteln, von Wundheilung bis Zahnhygiene - wer krank ist, klopft an ihre Pforte. Doch dem Abt sind ihre Experimente ein Dorn im Auge, er untersagt die weitere Herstellung von Heilmitteln aus Pflanzen. Hildegards Wissensdurst spornt sie an, trotzdem weiterzuforschen. Unermüdlich schreibt sie ihre Erkenntnisse über Glauben und Natur nieder und arbeitet auf ihr großes Ziel hin: ein eigenes Kloster, in dem jede Frau willkommen ist. Wird sie sich gegen die Konventionen ihrer Zeit durchsetzen können? 2023 wird der 925. Geburtstag Hildegard von Bingens gefeiert. Der Roman- und Drehbuchautor Jørn Precht lässt zu diesem Anlass die Geschichte der bis heute gefragten Heilerin aus dem Mittelalter noch einmal vor dem Auge der Leser:innen real werden und gewährt einen Blick auf die Wandlung der unterwürfigen Hildegard zu einer extrem emanzipierten Frau, die für ihre Überzeugungen einsteht. Bedeutende Frauen, die die Welt verändern Mit den historischen Romanen unserer Reihe »Bedeutende Frauen, die die Welt verändern" entführen wir Sie in das Leben inspirierender und außergewöhnlicher Persönlichkeiten! Auf wahren Begebenheiten beruhend erschaffen unsere Autor:innen ein fulminantes Panormana aufregender Zeiten und erzählen von den großen Momenten und den kleinen Zufällen, von den schönsten Begegnungen und den tragischen Augenblicken, von den Träumen und der Liebe dieser starken Frauen. Weitere Bände der Reihe: Laura Baldini, Lehrerin einer neuen Zeit (Maria Montessori) Romy Seidel, Die Tochter meines Vaters (Anna Freud) Petra Hucke, Die Architektin von New York (Emily Warren Roebling) Laura Baldini, Ein Traum von Schönheit (Estée Lauder) Lea Kampe, Der Engel von Warschau (Irena Sendler) Eva-Maria Bast, Die aufgehende Sonne von Paris (Mata Hari) Eva-Maria Bast, Die vergessene Prinzessin (Alice von Battenberg) Yvonne Winkler, Ärztin einer neuen Ära (Hermine Heusler-Edenhuizen) Agnes Imhof, Die geniale Rebellin (Ada Lovelace) Lea Kampe, Die Löwin von Kenia (Karen Blixen) Eva Grübl, Botschafterin des Friedens (Bertha von Suttner) Laura Baldini, Der strahlendste Stern von Hollywood (Katharine Hepburn) Eva-Maria Bast, Die Queen (Queen Elizabeth II.) Agnes Imhof, Die Pionierin im ewigen Eis (Josephine Peary) Ulrike Fuchs, Reporterin für eine bessere Welt (Nellie Bly) Anna-Luise Melle, Die Meisterin der Wachsfiguren (Marie Tussaud) Petra Hucke, Die Entdeckerin des Lebens (Rosalind Franklin) Eva-Maria Bast, Sisis Schwester (Sophie Charlotte in Bayern) Elisa Jakob, Die Mutter der Berggorillas (Dian Fossey) Eva-Maria Bast, Queen Mum (Elizabeth Bowes-Lyon) Yvonne Winkler, Kämpferin gegen den Krebs (Mildred Scheel) Lena Dietrich, Die Malerin der Frauen (Artemisia Gentileschi) Laura Baldini, Die Pädagogin der glücklichen Kinder (Emmi Pikler) Rezension »Eindrucksvoller Einblick in das Leben mutiger Frauen aus der Vergangenheit.« Ruhr Nachrichten 20230830 ___________________________________________________________________________________________________________________________ Jørn Precht ist mehrfach preisgekrönter Drehbuchautor für Kino- und Fernsehproduktionen. Seit 2012 lehrt er als Professor an der Stuttgarter Hochschule der Medien und veröffentlicht Sachbücher mit dem von ihm gegründeten Storytelling-Institut. Sein erster historischer Roman wurde 2018 mit dem Brozenen Homer Literaturpreis ausgezeichnet. Als eine Hälfte des Autorenduos Charlotte Jacobi stand er seit 2020 wiederholt auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Der Autor lebt mit seiner Familie in Stuttgart Degerloch.