Tunesien erleben – Menschen, Geschichte, Kultur und Natur eines faszinierenden Landes

Reisetermin: 10.9.22 -24.9.22

Erleben Sie die tunesische Gastfreundschaft, tauchen Sie tief ein in die Geschichte und Kultur des Landes von der Antike bis heute, genießen sie wunderbare Landschaften und die vielfältigen kulinarischen Spezialitäten, erholen Sie sich am Meer, lassen Sie sich von orientalischen Genüssen verwöhnen und freuen Sie sich auf viele interessante Begegnungen im Gastgeberland der 3. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen.

Die in der ersten Woche besuchte Region im Nordwesten des Landes entspricht so gar nicht den landläufigen Vorstellungen eines afrikanischen Landes. Sie ist grün, die Dörfer sind als Erbe des Kolonialismus häufig im europäischen Stil gebaut. Manchmal könnte man fast meinen, man befindet sich am südlichen französischen Alpenrand. Während unserer Reise erhalten Sie tiefe Einblicke in des Leben der einfachen Menschen und ihrer Herzlichkeit und haben die Möglichkeit, sich mit im Kampf gegen ökologische Zerstörungen in der Region aktiven Menschen zu treffen. Die erste Woche endet mit einem Aufenthalt in Tunis. 

Das Ziel der zweiten Reisewoche, die Region um Sousse, ist ein touristisches Zentrum Tunesiens mit einer bewegten und bewegenden Geschichte. Die vielfältigen Möglichkeiten der Region bieten beste Voraussetzungen sowohl für eine aktive Erholung wie dafür, einfach mal nur einige Tage am Strand zu entspannen. Insbesondere in Folge der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat der Tourismus dort in den beiden letzten Jahre sehr gelitten, viele Beschäftigte wurden arbeitslos. Im Rahmen unserer Reise besteht die Möglichkeit, sich mit einigen im Kampf gegen die Auswirkungen dieser Krise aktiven Kolleginnen und Kollegen zu treffen und auszutauschen. 

Während des gesamten Programms werden Sie von unseren fachkundigen einheimischen Reiseleitern begleitet, die eng mit Leben und Kampf der werktätigen Menschen Tunesiens verbunden sind. Sie verschaffen ihnen oft überraschende Momente zum Austausch bei Besuchen in Dörfern, Stadtteilen, bei Treffen mit politisch und sozial engagierten Menschen. So lernen Sie das Land, seine Geschichte, die aktuellen politischen, sozialen und ökologischen Fragen und seine Menschen aus einer Perspektive kennen, die Touristen üblicherweise verborgen bleibt. Für die Sicherheit unserer Reiseteilnehmer wird dabei bestens gesorgt. Während der Reise wird darauf geachtet, dass Sie möglichst viele unverfälschte kulinarische Genüsse Tunesiens kennenlernen. Verpassen Sie auf keinen Fall einen Besuch im Hammam! 

Das Programm kann sowohl für den gesamten Zeitraum gebucht werden, alternativ ist auch die Buchung nur der ersten Woche möglich. Auf Anfrage können wir Ihnen eine Verlängerung des Aufenthalts in Sousse anbieten. 

Aufgrund der gegenwärtig hohen Inflation in Tunesien können wir aktuell noch keinen festen Endpreis nennen. Gegenwärtig gehen wir von einem Preis von ca. 550 Euro pro Woche aus, also 1.100 Euro für die gesamte Reise (ohne Flug, im Preis enthalten ist Unterkunft im Doppelzimmer, Vollverpflegung, alle Transfers, Reiseleitung; Getränke außerhalb der Mahlzeiten sind nicht im Preis enthalten. Unterbringung im Einzelzimmer auf Anfrage gegen Aufpreis).

Besonders beachtet auf der Reise wird auch der Corona-Gesundheitsschutz. Wir gehen momentan davon aus, dass die Reise entsprechend sicher möglich ist. Bei Änderungen der Lagebeurteilung werden wir Sie umgehend informieren.

Gerne beraten wir Sie zu Ihren Flüge, eventuell sinnvolle Reiseversicherungen und buchen für Sie!

Maximale Teilnehmerzahl pro Gruppe: 15 Personen 

Anmeldeschluss: 1.6.2022

 

Reiseprogramm nach der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen 2022 in Tunis

10.09.22
Übernachtung in Tunis (nach Möglichkeit im gleichen Hotel, das die Weltfrauenkonferenz nutzt)

11.09.22
Fahrt nach Aïn Draham: Besuch des Dorfes Oued Zitoun (Wanderung/Trekking). Übernachtung in Aïn Draham.

12.09.22
Aïn Draham: Besuch des Luftkurortes Aïn Draham (Handwerksdorf + Wald). Übernachtung in Aïn Draham.

13.09.22
Ausflug nach Beni M'tir: Besuch des Dorfes Beni M'tir und der umliegenden Landschaften. Übernachtung in Aïn Draham.

14.09.22
Fahrt nach Tabarka mit landschaftlichen Stopps auf dem Weg. Besuch des Dorfes Houyadia.  Treffen mit im Kampf gegen die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen aktiven Menschen.  Besichtigung der Stadt Tabarka. Übernachtung in Aïn Draham.

 

15.09.22
Fahrt nach Tunis: Besuch des Parks von Djebba. Besichtigung der archäologischen Stätte von Dougga, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Übernachtung in Tunis.

16.09.22
Tunis: Freier Tag (Einkaufen, Besuch der nördlichen Vororte, Besuch des Bardo-Museums...usw.)
Abschiedsfeier für die erste Gruppe von Teilnehmern, die am nächsten Tag abreist. Übernachtung in Tunis.

17.09.22
Tunis: Abreise der ersten Gruppe von Teilnehmern. Freier Tag (Einkaufen, Besuch der nördlichen Vororte, Besuch des Bardo-Museums...usw.) Übernachtung in Tunis.

18.09.22
Fahrt nach Sousse: Besuch des Dorfes Takrouna. Übernachtung in Sousse.

19.09.22
Besuch von Sousse. Übernachtung in Sousse.

20.09.22
Besuch von Sousse und Treffen mit den Aktivisten des Tourismussektors. Übernachtung in Sousse.

21.09.22
Ausflug nach Mahdia: Besuch von Mahdia (Besichtigung der Altstadt, des Museums...etc.)
Besuch des Dorfes El Jem (das Kolosseum von El Jem). Übernachtung in Sousse.

 

 

 

22.09.22
Fahrt nach Tunis: Besuch des Dorfes Korbous (Landschaften genießen + Thermalquelle + Wanderung). Übernachtung in Tunis.

23.09.22
Tagesausflug aufs Land. (Treffen mit kämpferischen Landfrauen). Farewell-Party, Übernachtung in Tunis.

24.09.22
Tunis: Abreise

(Programmänderungen vorbehalten)

 

Kurze touristische Beschreibung der besuchten Regionen

Oued Zitoun
Ein kleines unbekanntes Dorf und doch ein Ort, den man kennen muss... In Oued Zitoun gibt es Geysire und Wasserfälle, die mindestens dreißig Meter hoch sind und deren Wassergeräusche weithin zu hören sind. Eine Schönheit der Landschaft, die man nur bewundern und fotografieren kann … Die Natur ist wirklich beeindruckend und die frische Luft ist wunderbar, genau wie die Einfachheit der Menschen auf dem Lande und ihrer liebenswerten Seelen!

Tabarka oder Aïn Draham
Meer oder Wald? Beides erwartet Sie im Nordwesten Tunesiens. Ein Paradies für Outdoor-Aktivitäten und herrliche Sandstrände für Urlauber.

Ein Spaziergang in Tabarka
Die kleine Stadt Tabarka liegt in einem Naturgebiet von großer Schönheit. Rundherum Pinienwälder, felsige Buchten und Aussichtspunkte, die einen Panoramablick über herrliche unberührte Landschaften gewähren. Die alte genuesische Festung wacht über das kleine Küstenstädtchen, seinen Fischereihafen und seinen Jachthafen.
Das Genueser Fort von Tabarka liegt auf der Spitze einer kleinen Insel, die mit dem Festland verbunden ist, und bietet eine herrliche Meereslandschaft. Diese Festung geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Sie schützte einst eine kleine, aus Genua stammende italienische Kolonie, die die Lizenz zum Fischen von Korallen erhielten. Durch den jahrhundertelangen Raubbau an den Korallenbeständen ist dieses „Gold des Mittelmeers“ heute nur noch in großer Tiefe zu finden. Erst 2019 wurde ein internationales Netzwerk für den illegalen Handel mit roten Korallen zerschlagen.

Eine Wanderung durch den Wald
Das Hinterland ist eine üppig grüne Region, die einzigartig in Tunesien ist. Eine Gebirgskette erreicht Tabarka und stürzt quasi ins Meer. Sie ist mit einem dichten Eichenwald bedeckt, einem der schönsten des Mittelmeerraumes. Wenn Sie in der Umgebung des Dorfes Aïn Draham wandern, werden Sie auf Bäche, Wasserfälle oder Stauseen stoßen. Manchmal schneit es sogar im Winter. In den Bergen von Kroumirie gibt es einen Wanderweg mit Wasserfällen inmitten eines dichten Waldes. Das Hinterland von Tabarka, im äußersten Nordwesten Tunesiens, ist eine Region mit Bergen, die bis auf 1.000 Meter ansteigen. Dieses große Gebiet ist von einem dichten Wald aus Kiefern und Eichen bedeckt, hauptsächlich Korkeichen. Die Kroumirie ist die wasserreichste Region Tunesiens. Dort befindet sich der in den 1950er Jahren errichtete Stausee von Beni Mtir. Das Gebiet des Oued Ezzen ist seit 2010 ein Nationalpark.

Tunis

Bardo-Museum
Wussten Sie, dass sich eines der größten archäologischen Museen des Mittelmeerraums in Tunis befindet? Es ist das Bardo-Nationalmuseum. Besuchen Sie es und entdecken Sie das wahre Gesicht der Göttin Tanit, das raffinierte Dekor des antiken Palastes der Beys, die Abenteuer von Odysseus, Dido und zahlreiche römische Götter... Eine wunderbare Reise durch Raum und Zeit!
Das Bardo-Museum wurde 1885 in einem antiken Palast eingerichtet und beherbergt eine umfangreiche Sammlung archäologischer Stücke, die in Tunesien entdeckt wurden. Es wurde vor zehn Jahren erweitert und deckt alle Epochen ab, von der Vorgeschichte bis hin zur Keramik aus der osmanischen Zeit. Aber es ist vor allem DER Ort, den man besuchen sollte, um Karthago und die unglaubliche Produktion von Mosaiken im römischen Tunesien zu sehen.

Medina von Tunis (die alte Stadt)
Die Medina von Tunis ist das historische Herz von Tunis, das als eine der am besten erhaltenen arabischen und muslimischen Städte gilt. Sie gehört seit 1979 zum Unesco-Weltkulturerbe. Sie war eine der größten und reichsten Städte der islamischen Welt. Etwa 700 Denkmäler, darunter Paläste, Moscheen, Mausoleen, Madāris und Brunnen zeugen von dieser Vergangenheit. Die Medina von Tunis hat eine ovale Form, ist von einer durchgehenden Mauer umgeben und wird von einer Kasbah dominiert. Die Ez-Zitouna-Moschee aus dem Jahr 856 ist die zweitwichtigste Moschee Tunesiens.

Tunis Stadtzentrum
Tunis, die Hauptstadt Tunesiens, ist bekannt für ihren historischen Kern (Medina), die "europäische" Stadt, und neue Stadtteile, die ständig wachsen. Die Avenue Habib Bourguiba, die Hauptverkehrsader von Tunis, versammelt große Monumente wie den Platz der Unabhängigkeit, Ibn Khaldun-Statue, Kathedrale St. Vincent de Paul, Währungsmuseum, die französische Botschaft und das Stadttheater. Rund um die Kinos, Geschäfte und Cafés, darunter das Café de Paris, das eines der belebtesten ist, ist die Animation in vollem Gange.

Nördliche Vorstädte
Karthago wurde gegen 814 v. Chr. von Prinzessin Elissa, der Schwester des Königs von Tyr, gegründet. Karthago, so großartig wie tragisch, brachte es zunächst zu Macht und Wohlstand zu Beginn des 3. Jahrhunderts v.u.Z., als sie wirtschaftlich das westliche Mittelmeer beherrschte. Aber drei punische Kriege, die gegen Rom geführt wurden (264-146 v.u.Z.), endeten in ihrer vollständigen Zerstörung. Wiederaufgebaut durch die Römer ab dem Jahr 44 v.u.Z. wird Karthago unter dem römischen Kaiser Augustus die wohlhabendste Stadt Afrikas. Geplündert von den Vandalen im Jahr 439, von den Byzantinern ab 533 wieder aufgebaut, wird Karthago schließlich 698 von den Arabern erobert. Karthago wurde danach vollständig zerstört. Die Überreste dienten als Baumaterial für den Bau von Tunis. Die archäologische Stätte von Karthago ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe.

Sidi Bou Said ist eine Stadt, die etwa zwanzig Kilometer nordöstlich von Tunis liegt. Sie liegt auf einer Klippe mit Blick auf Karthago und den Golf von Tunis und ist nach einem Heiligen, Sidi Bou Saïd El Beji, benannt. 1912 erlangte das Dorf internationale Berühmtheit dank eines englischen Barons, der einen prächtigen Palast baute. Sidi Bou Said wurde dann zu einem Ort der Erholung und Inspiration für viele Künstler, Musiker und Schriftsteller wie Chateaubriand, Gustave Flaubert, Alphonse de Lamartine, André Gide, Colette, Simone de Beauvoir, usw. Auch die zahlreichen Geschäfte und Auslagen am Eingang des Dorfes sind einen Besuch wert. Sie bieten Kunsthandwerk aus allen Regionen Tunesiens an: Schmuck, Ornamente, Teppiche, Töpferwaren, Geschirr, Parfüm, Weihrauch ... und natürlich das typische Souvenir des Dorfes: ein Eisenkäfig in blauen und weißen Farben mit geschwungenen Arabesken, die an den Ort erinnern.

Takrouna
Zwischen Zaghouan und Enfidha verschwindet das Atlasgebirge in der großen Ebene der tunesischen Sahelzone. Hier befinden sich, an die wenigen noch bestehenden Berge geklammert, drei Dörfer: Takrouna, Jradou und Zriba. Takrouna ist noch immer bewohnt und hat seine kleinen, weiß getünchten Berberhäuser, die sich an den Berghang klammern, behalten, die mit Schutzsymbolen wie der Hand und dem Fisch geschmückt sind. Von der Spitze des Berges Takrouna hat man einen atemberaubenden Blick auf die gesamte Umgebung. Dieser 200 Meter hohe Berg, der isoliert in der Ebene liegt, war für seine Pracht bekannt und wurde in populären Beduinenliedern besungen.

Sousse
Als bedeutender Küstenort und historische Stadt hat Sousse zwei Gesichter. Genießen Sie die riesigen Strände von Sousse und Port El Kantaoui, gehen Sie in ein Restaurant oder einen Nachtclub. Oder besuchen Sie die außergewöhnliche Medina, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und andere wunderschöne historische Stätten in der Umgebung. Spazieren Sie entlang der imposanten, mit Zinnen versehenen Stadtmauern. Erkunden Sie die engen Gassen, besuchen Sie ein historisches Haus, feilschen Sie in den Souks um ein paar Souvenirs. Betreten Sie das Ribat, eine mittelalterliche Festung. Erklimmen Sie den Gipfel des hohen Turms: Sie werden ein außergewöhnliches Panorama über die Dächer der Medina, das Meer, den Hof der Großen Moschee und die imposante Silhouette der Kasbah, der großen mittelalterlichen Festung, auf dem Gipfel des Hügels erleben.
Möchten Sie sich vollkommen entspannen? Gönnen Sie sich eine exotische Massage, einen Besuch im Hammam oder ein ganztägiges Spa mit tunesischem Flair, trinken Sie türkischen Kaffee oder grünen Tee in den schönen Häusern mit Innenhof in der Medina. Sehr lohnenswert ist ein Spaziergang am Hafen von Port El Kantaoui mit seinem Musikbrunnen. Sie können auch Handwerkern in den Souks bei der Arbeit zusehen oder einige Hausmuseen in der Medina besuchen.

Mahdia und El Jem
Auf einer schmalen Halbinsel drängen sich kleine weiße Häuser an die Küstenlinie. Ihnen gegenüber liegen wunderbare Strände mit goldenem Sand. Ein türkisches Fort, ein Meeresfriedhof.... Mahdia hat einen einzigartigen Charme. Mahdia ist ein Küstenort, der einige der berühmtesten Strände Tunesiens beherbergt. Lust auf Spaziergänge und Entdeckungen? Mahdia lässt sich leicht zu Fuß erkunden. Um die Medina zu betreten, müssen Sie sich von einer langen, engen Eingangspassage verschlucken lassen, die Teil einer ehemaligen mittelalterlichen Zitadelle ist. Schlendern Sie dann durch die Altstadt mit ihren weißen Häusern und grünen Türen. Mit ein wenig Neugierde stoßen Sie leicht auf eine der Webereien, in denen prächtige Stoffe aus Seide und Gold hergestellt werden. An der Spitze der Halbinsel, neben dem alten Marinefriedhof, bietet sich ein herrlicher Blick von der türkischen Festung. Der ehemalige phönizische Hafen war im 10. Jahrhundert die erste Hauptstadt einer islamischen Dynastie, die später zu großer Bedeutung gelangte. Danach blieb sie ein strategisch wichtiger Hafen. Wenn Sie die Atmosphäre eines Fischereihafens mögen, sollten Sie sich den Hafen von Mahdia nicht entgehen lassen: Er ist einer der größten in Tunesien.
40 km von Mahdia entfernt befindet sich ein Wunder der römischen Architektur: das Kolosseum von El Jem, eines der größten und am besten erhaltenen Amphitheater der Welt. Eine der Spezialitäten der Region von Thysdrus war die Herstellung von Mosaiken. Ihre Künstler waren berühmt: Sie fertigten Bilder an, die von sehr raffinierten Rahmen umgeben waren, auf komplexen geometrischen Mustern und pflanzlichen Arabesken. Das Interessanteste ist jedoch, dass die Mosaike aus Thysdrus oft die brutalen Aufführungen des römischen Amphitheaters darstellen. Wenn Sie das Kolosseum von El Jem besuchen, sollten Sie es nicht versäumen, das nahe gelegene Museum zu besichtigen. Nach diesem Besuch werden Sie sich sicher vorstellen können, wie groß die antike Stadt war, die dieses bedeutende Monument einst umgab.

Hinweise zur Reisevorbereitung

Besonderheiten des Landes

Staatsreligion in Tunesien ist der Islam, rund 98% der Bevölkerung bekennen sich zu diesem Glauben. Als Gast in einem anderen Land ist es selbstverständlich, die islamischen Sitten zu respektieren und sich dementsprechend zu verhalten. Die Bekleidung ist zwanglos; religiöse Stätten sollten jedoch nicht mit kurzen Hosen von Herren betreten werden. Damen müssen die Schultern bedeckt haben und dürfen nichts Ausgeschnittenes oder Ärmelloses sowie keine kurzen Röcke (oder Shorts) tragen. Für den Besuch von Moscheen benötigen Frauen ein großes Tuch für Kopf und Schultern. In den ländlichen Regionen ist dezente Kleidung angemessen (keine Miniröcke, Shorts, T-Shirts und Tops mit Spaghettiträgern). Zum Sonnenbaden sollte darauf geachtet werden, einen Badeanzug und keinen Bikini zu tragen. Die Amtssprache ist arabisch, fast jeder Tunesier spricht auch französisch. (Pflichtfremdsprache an jeder Schule). Die meisten Schilder sind 2-sprachig arabisch/französisch, so dass die Orientierung relativ leicht fällt.

Geld, Kreditkarten; Devisen- und Zollbestimmungen

Die tunesische Währungseinheit ist der Tunesische Dinar (TND) = 1.000 Millimes. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld in Euro sowie als Notfallreserve eine Kreditkarte.

Wechselkurs 1 Tunesischer Dinar = 0,31 Euro (Wechselkurs 08.02.2022)

Alles Wichtige zur Frage des Geldwechsels und von Zahlungen in Tunesien sind hier ausführlich und gut verständlich nachzulesen:

https://www.konpasu.de/tunesien/wahrung-dinar/geld-wechseln/

In Tunesien gelten sehr strenge Devisenbestimmungen. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet. Fremdwährung darf in unbegrenzter Höhe eingeführt werden, muss jedoch bei einem Gegenwert ab 5.000 TND bei Einreise deklariert werden. Die Einfuhrerklärung muss sorgfältig aufbewahrt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass bei der Ausreise diese Mittel beschlagnahmt werden und eine Geldstrafe verhängt wird.

Bei der Ausreise müssen Devisen mündlich angegeben werden. Die Ausfuhr von Fremdwährung ist auf die Einfuhrmenge bzw. auf den deklarierten Betrag beschränkt. Bis zu 30% des eingeführten und umgetauschten Betrages kann unter Vorlage der Umtauschquittungen vor der Ausreise wieder zurückgetauscht werden bis zu einem Maximum von 100 TD pro Person.

Neben Gegenständen des persönlichen Bedarfs dürfen 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 400 g Tabak, 1 l alkoholische Getränke, 250 ml Parfüm und 1 l Eau de Toilette sowie Geschenke bis zu einem Wert von 100 TND zollfrei eingeführt werden. Wertsachen sollten bei der Einreise deklariert werden, damit es bei der Ausreise keine Probleme gibt. Die Einfuhr von Waffen, Betäubungsmitteln, Walkie Talkies und pornografischem Material ist strengstens untersagt.

Für die Ausfuhr von Antiquitäten ist eine Ausfuhrgenehmigung des Kulturministeriums erforderlich.

Die tunesischen Zollbehörden sind sehr streng, es sollte unbedingt auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet werden. Das Bundesministerium der Finanzen stellt Reisenden kostenfrei die App „Zoll und Reise“ zur Verfügung. Diese kann Urlaubern helfen, schnell und einfach herauszufinden, welche Waren bei der Einreise nach Deutschland erlaubt sind und wovon man besser die Finger lassen sollte. Zur App gelangen Sie über die Website des Ministeriums (www.bundesfinanzministerium.de) unter Punkt „Service“.

Gesundheitsbestimmungen

Auch wenn sich die aktuellen Einreisebestimmungen noch ändern könnten, ist eine vollständige und zum Reisetermin noch gültige Covid-19-Impfung mit großer Sicherheit erforderlich. Die aktuellen Reisebestimmungen, an die Sie sich unbedingt in der Vorbereitung der Reise halten müssen, können jederzeit hier nachgelesen werden:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/tunesiensicherheit/219024

Bitte informieren Sie sich hier gründlich. Erst die Einhaltung aller dort genannten Regeln macht Ihre Reise möglich.

Neben den in Deutschland empfohlenen Impfungen können für Ihre Reise weitere Impfungen sinnvoll sein. Welche Impfungen letztendlich vorzunehmen sind, ist abhängig vom aktuellen Infektionsrisiko vor Ort, von der Art und Dauer der geplanten Reise, vom Gesundheitszustand, sowie dem eventuell noch vorhandenen Impfschutz des Reisenden. Wir empfehlen daher die Beratung mit dem Hausarzt.

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind. Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben: Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen sowie Wunddesinfektionsmittel, Insekten- und Sonnenschutzmittel, Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen, Fieberthermometer und Verbandmaterial. Nicht vergessen: Medikamente, die Sie ständig einnehmen müssen! Diese immer im Handgepäck transportieren!

Gastgeschenke
Kein Muss, aber eine schöne Geste sind kleine Geschenke für die Menschen die besucht werden oder auch für die einheimischen Reiseleiter. Gern gesehen sind beispielsweise kleine Andenken  und sei es nur ein Postkarte, ein Giveaway einer Gewerkschaft oder Organisation etc. Großes Interesse besteht oft auch an Fotos aus der eigenen Heimat, der eigenen Familie, zu den eigenen Aktivitäten etc.

Was man nicht vergessen sollte

  • Reisepass
  • Flug- und Reiseinfos
  • Zahlungsmittel
  • Fotokopien der wichtigsten Dokumente (getrennt von den Originalen aufbewahren)
  • Tagesrucksack
  • gut eingelaufene Wanderschuhe mit Profil
  • warme Jacke/Pullover/Fleecebekleidung/Schal für kalte Abende und Nächte
  • halb- oder langärmelige, leichte Hemden oder T-Shirts und kniebedeckende Röcke und Hosen (kurze Hosen und Röcke, sowie ärmellose T-Shirts sind aus kulturellen Gründen nicht angemessen)
  • Kopfbedeckung (Hut oder Mütze für Herren, Tuch für Frauen, das bis über die Schultern reicht) für den Besuch von heiligen Stätten
  • Badesachen
  • Sonnenschutz
  • Reiseapotheke
  • Persönliche Medikamente
  • FFP2-Masken o.Ä.
  • Insektenschutzmittel
  • 1 Rolle Toilettenpapier, Feuchttücher und kl. Plastiktüten als Abfallbeutel für Toilettenpapier und Feuchttücher
  • Wasserflasche
  • Taschenlampe, Ersatzbirne, Batterien
  • Fotoausrüstung
  • Leinenbeutel für Einkäufe (im Sinne der Müllreduzierung durch Vermeidung von Plastiktüten)

Weitere Informationen und Buchungsanfrage:

People to People Reisen, Hauptstr. 40, 45879 Gelsenkirchen

Mail: reisen@people-to-people.de, Tel. 0209 1776560, Fax 0209 1776561

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